East Side Gallery : Weg damit, oder?

24.02.2013 00:00 Uhrvon

Klaus Kurpjuweit über das Versetzen der East Side Gallery.

Eins zumindest kann Berlin: Bauwerke versetzen. Nun also die Mauer. Viel ist ja vom „antifaschistischen Schutzwall“, wie die DDR ihr Monstrum bezeichnet hat, nicht übrig geblieben. Es lohnt sich also, das zu schützen, was noch da steht, um wenigstens etwas Erinnerung an die Zeit der Teilung behalten zu können. Was jetzt an der East Side Gallery geplant ist, hat mit Geschichte nichts mehr zu tun. Die Hinterlandmauer entlang der Mühlenstraße verniedlicht mit ihrem Gemälden ohnehin schon den Schrecken der Mauer, an der Menschen gestorben sind. Egal, die Riesenleinwand ist zumindest touristisch ein Erfolg, auch wenn sie schon Löcher hat.

Wenn jetzt ein weiteres hinzukommt, bleibt vom Mahnmal, falls der bunte Mauerstreifen dort eins ist, aber nichts mehr. Geradezu lächerlich ist es, die Teile der Mauer, die nun – aus welchem Grund auch immer – weichen sollen, ein paar Meter entfernt wieder aufzustellen, wie bereits am Loch vor der Arena. Wenn schon weg, dann ganz. Soll die Welt doch sehen, wie die Stadt mit einem Bauwerk umgeht, das das Leben hier so lange geprägt und eingeschränkt hat. Potemkin jedenfalls ist überflüssig.

Umfrage

Sommerzeit ist Badezeit. Gehen Sie gerne in Berliner Seen schwimmen?

Service

Zehlendorf Blog

Wir möchten mit Ihnen ein Experiment wagen: Unsere Zehlendorf-Seite ist online - das digitale Magazin aus dem Berliner Südwesten. Ein journalistisches Produkt zum Mitgestalten. Jeden Tag kümmern wir uns, gemeinsam mit Jugendlichen und Leser-Reportern, um die spannendsten Geschichten aus dem Stadtteil, um lokale Politik und das Lebensgefühl der Menschen.
Der Zehlendorf Blog - das neue hyperlokale Online-Magazin

Entdecken Sie Berlin


Wo sind die besten Cafés der Stadt zu finden? Wo die besten Spielplätze? Oder wie finde ich die interessantesten Museen und Theater?
Mit der neuen Best-of-Berlin-App können Sie spielend Berlin entdecken.

Der Stadtleben-Blog

In Berlin kommt man nicht zur Ruhe. Zum Glück. Hier bloggen vier Tagesspiegel-Autoren über Kultur, Szene und Nachtleben der Stadt.
Berichte aus einer lauten Stadt

Nachrichten aus den Bezirken

Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
Diskutieren Sie mit!

Weitere Themen

Willkommen im Tagesspiegel

In unserem Verlagsgebäude finden Lesungen und Salons, Konzerte, Vorträge und Seminare für Leserinnen und Leser statt, zu denen wir Sie herzlich einladen.
Das Stadtmagazin des Tagesspiegels.

Tagesspiegel-Spendenaktion

Erleben sie mit tagesspiegel.de die ganz besonderen Veranstaltungen in Berlin und Umgebung. Hier können Sie sich Ihre Tickets zum Aktionspreis sichern.

Weitere Tickets...