Berlin : EC-Karte gestohlen und den Besitzer später ermordet

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Der seit Oktober vermisste Tunesier Ali H. wurde ermordet. Die Polizei hat in der vergangenen Woche einen 20jährigen Mann jordanischer Abstammung festgenommen. Er erhielt Haftbefehl.

Der Tatverdächtige hatte in der Vernehmung am vergangenen Freitag gestanden, dem 65-jährigen Ali H. am 23. Oktober 2004 in dessen Wohnung in der Klosterstraße in Spandau mehrmals in den Hals gestochen und ihn getötet zu haben. Das Motiv für den Mord: Der 20-Jährige hatte Angst, dass Ali H. ihn bei der Polizei anzeigte, weil er dessen EC-Karte gestohlen hatte. Wie sich herausstellte, hatte H. kurz vor dem Mord herausgefunden, dass sein 20-jähriger Bekannter hinter dem EC-Karten-Diebstahl steckte und mit der Karte an einem Automaten Geld abgehoben hatte.

Nach dem Mord soll der Tatverdächtige die Leiche in zwei Teile zertrennt haben. „Während er die untere Hälfte in einer Mülltonne entsorgte, transportierte er die obere in einem Koffer auf seinem Fahrrad zu einer Grünanlage in der Spandauer Heerstraße und vergrub sie“, sagte ein Ermittler. Ali H.s Sohn hatte am 27. Oktober 2004 eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgegeben. Die Kripo war schon wenig später davon ausgegangen, dass der Vermisste Opfer einer Straftat geworden war: Die Wohnung des Rentners war zerwühlt – obwohl er „zuverlässig und ordnungsliebend“ war, wie es bei der Polizei hieß. tabu

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