Echt Exotisch! : Shar Pei: Das China-Moppelchen

Ohren wie Muscheln, die Nase wie ein Schmetterling, die Beine wie beim Drachen – das vier Jahre junge Hundemädchen Alola ist einer jener umstrittenen Faltenhunde. Doch die Shar-Pei-Hündin ist gesund und sieht zum Knuddeln aus.

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Bisschen Babyspeck. Alola, ein Shar Pei-Mädchen, ist Michaela Hofmanns Wunschhund. Für den richtigen Vater fuhr sie bis nach Holland.
Bisschen Babyspeck. Alola, ein Shar Pei-Mädchen, ist Michaela Hofmanns Wunschhund. Für den richtigen Vater fuhr sie bis nach...Foto: Thilo Rückeis

Alola von der Löwenhöh ist Asiatin. In China macht man ihrer Art Komplimente: Ohren wie Muscheln, die Nase wie ein Schmetterling, der Kopf groß wie eine Melone, das Gesicht einer Großmutter, der Hals wie beim Nilpferd, das Hinterteil wie beim Pferd, die Beine wie beim Drachen. Das vier Jahre junge Mädchen ist einer jener umstrittenen Faltenhunde. Dass die als Baby aussehen wie ein Knuddelding mit zu viel Haut und kaum aus den Augen schauen können, ist nicht das entscheidende Kriterium dieser alten Rasse. Shar Pei heißt „Hund mit Sandhaut“, ein Wesen mit Stichhaar-Fell, das sich anfühlen soll wie Schmirgelpapier. Doch die Falten sind in der Kritik; sie begünstigen unter anderem Hautkrankheiten.

„In China waren Shar Pei Hüte- und Jagdhunde“, sagt Alolas Besitzerin Michaela Hofmann, 46. Das glaubt man sofort. Beim Klingeln an der Tür der feinen Adresse bellt Alola sehr anständig und mustert den Besucher dann freundlich aus kleinen Äuglein. „Das sind keine Anfänger-Hunde, die haben ihren eigenen Kopf“, sagt Michaela Hofmann. Apportieren ist Alola schnell zu blöd, sie will lieber mit Frauchen in den Wanderurlaub: Hexenstieg, Rennsteig plus jedes Wochenende großer Auslauf in Brandenburg.

Zu Hause thront sie standesgemäß im asiatisch gestylten Garten. Sie ist Michaelas Traumhund. Die wollte von ihrer ersten, hellbraunen Shar-Pei-Hündin eine dunkle Tochter, doch ein schwarzer Deckrüde fehlte. Sie fand einen anthrazitfarbenen in Holland. Das rabenschwarze Wunschkind, ein ziemlicher Brocken, kam per Kaiserschnitt, eine Einzelgeburt. Alola musste, wie alle Shar Pei, in ihr Fell hineinwachsen. Sie hat nur wenige Falten – auf der Stirn, eine am Widerrist, zwei kleine am Hinterlauf. Alles andere, sagt ihre Hobby-Züchterin, wäre Quälerei. Alola stimmt zu, sie wedelt.

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