ECHT EXOTISCH! : Ein netter Hybrid: der Labradoodle

GROSSER MISCHMASCH. Der Labradoodle Fritz vereint die Charaktere eines Labradors und eines Großpudels. Familie Bohlen ist begeistert. Foto: Thilo Rückeis
GROSSER MISCHMASCH. Der Labradoodle Fritz vereint die Charaktere eines Labradors und eines Großpudels. Familie Bohlen ist...

Fritz – klingt preußisch edel, doch das täuscht ein wenig. Fritz of Golden Kennel ist unter Hunden ein Exot, aber nicht

wirklich edlen Geblüts, nicht reinrassig, sondern ein Hybrid. Er gehört zu einer Spezies, die schon rein phonetisch verrät:

Da haben wir den Mischmasch! Denn

Labrador plus Großpudel gibt: Labradoodle. Und genau das zeichnet Fritz aus. Er vereint die Charaktere beider Rassen, ist verspielt, intelligent, freundlich, verträglich, geschickt, treu – und wäre angeblich sogar was für Allergiker. Denn dafür hat man ihn erfunden. Seit 1989 tüfteln vor allem Australier an einer Sorte Blindenführhund, die selbst für Menschen mit Hundehaarallergie erträglich sein soll. Eine mittelgroße, bis 65 Zentimeter hohe, bis 35 Kilo schwere Kreuzung.

Das Ziel des Nichthaarens ist noch nicht erreicht, doch Australien bleibt dran:

Aus dem Hybridhund soll eine eigenständige Rasse werden, was schon am Namen scheitert: Zusammensetzungen sind beim Rassehund nicht erlaubt.

Elke Bohlen ist das alles herzlich wurscht. Durch ihren Familiengarten in Westend toben außer Fritz noch ein Mops und ein Boxer. Als vor Jahren ihr Dritthund verschied, wünschten sich die Kinder ein Meerschweinchen, aber Mama wollte wieder was Größeres, Boxer-Verträgliches, nichts Nerviges. Ihr stand der Sinn nach Pudel. Doch klar war: „Mit Mops und Königspudel geh ich nicht auf die Straße!“ Von jener Kreuzung hatte sie gehört, den guten Züchter in Niedersachsen fand sie im Internet und bestellte: einmal Schokobraun, nicht frech, einen, der in sich ruht. Der Züchter wählte. Mit vier Monaten, als es stubenrein war, wechselte Lockenköpfchen ins Bohlen’sche Eigenheim und erhielt seinen Namen durch demokratische Familienwahl. Der Dreijährige macht seiner Art und seinem Preis von 1200 Euro Ehre, ist nie krank, liebt Mops und Boxer so sehr, dass er sich mit ihnen zum Schlafen stapelt und ist der treue Freund und Helfer der Töchter Kim (10) und Luca (8). „Mit dem Boxer schicke ich keines meiner Kinder allein los, mit dem Doodle schon“, sagt Elke Bohlen. An der Antiallergie- Theorie, glaubt die Apothekerin, sei was dran. Fellwechsel bei Fritz: Fehlanzeige. Aber Ausprobieren klappt nicht: Familie Bohlen ist nicht allergisch vorbelastet. SUSANNE LEIMSTOLL

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