Berlin : Egon Banghard verhaftet Betrugsvorwurf gegen Berliner Immobilienunternehmer

Claus Vetter

Der Bau-Unternehmer Egon Banghard stand einst als Hauptgesellschafter des Eishockeyklubs Berlin Capitals im Rampenlicht. Schließlich mehr, als ihm lieb war. Im Frühjahr 2002 ging der hochverschuldete Klub in den Konkurs, Banghard hatte ihn kurz zuvor verlassen. Nach seinem Abschied aus dem Sportgeschäft wurde es ruhiger um den Unternehmer. Dass seine Geschäfte mit Immobilienfonds nicht mehr so prächtig liefen, wurde seit ein paar Jahren kolportiert. Nun wird Banghard sogar schwerer Betrug in mehreren Fällen vorgeworfen: Am Dienstag wurde der 63-Jährige in Berlin verhaftet.

Der Haftbefehl kam von der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Banghard wird vorgeworfen, dass Geld von Anlegern seiner Fonds- Vertriebsgesellschaft „HOBA AG“ auf sein Privatkonto geflossen sei. Noch vor wenigen Jahren war Banghard einer der führenden Verkäufer geschlossener Immobilienfonds, mit Umsätzen im Milliardenbereich. Doch die Geschäfte liefen seit Jahren schlechter, seine einstige Gesellschaft „Prinz zu Hohenlohe Jagstberg und Banghard“ wurde unlängst für einen Euro verkauft.

Laut Aussage eines Vertrauten des 63-Jährigen „ist der gesundheitliche Zustand von Egon Banghard sehr schlecht“. Er leide unter Herzschwäche. Daher sei eine Haftverschonung durchaus wahrscheinlich.

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