Berlin : Ehrenamt: Ein Anstoß zur guten Tat

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Kochen, gärtnern, putzen, Schleifen binden - wenn da nichts dabei ist ... Am 16. September, dem ersten Berliner Freiwilligen-Tag, können engagierte Berliner bei 25 Aktivitäten sozialer Einrichtungen mitmachen. Schlummernde Helfer-Talente wollen der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Treffpunkt Hilfsbereitschaft mit ihrer Initiative wecken. Die Bereitschaft, ein Ehrenamt zu übernehmen, ist groß. Das haben Umfragen ergeben. Allein, vielen fehlt der letzte Anstoß, wirklich zur guten Tat zu schreiten. Mit dem Freiwilligen-Tag am kommenden Sonntag und seinen Angeboten, zwischen 10 und 16 Uhr gemeinsam mit erfahrenen Helfern ein Ehrenamt auszuprobieren, ist dieser Anstoß da.

"Für jeden", sagt Barbara Weigl vom Treffpunkt Hilfsbereitschaft, "sollte etwas dabei sein." Die Liste der Projekte sei so vielfältig wie die Fähigkeiten von Menschen zwischen 18 und 80 Jahren. Im Neuköllner Ricam-Hospiz sind schöne Stimmen ebenso gefragt wie zupackende Hände. Dort sind die Freiwilligen dazu eingeladen, einen kleinen Chor zu bilden und zwei, drei Lieder einzuüben, die sie dann den schwerstkranken Bewohnern vorsingen. Außerdem sucht das Hospiz, das sich zu einem großen Teil aus Spenden finanziert, Fensterputzer und Helfer für kleine Holzarbeiten. Blumenfreundinnen, Unkrautzupfer und Rasenmäher können sich in mehreren Einrichtungen nützlich machen, darunter im Ökowerk und bei einer Kita der Volkssolidarität in Hohenschönhausen. Einfach und hübsch auch das Angebot der Aids-Hilfe: Dort kann man die roten Schleifchen binden, mit denen demnächst wieder um Spenden geworben wird.

Die Idee zum Freiwilligen-Tag kommt aus den USA. In New York gibt es seit vielen Jahren einen "Day of caring", aus dem mittlerweile ein Kalender mit täglichen Hilfsmöglichkeiten entstanden ist. Auch in Berlin soll möglichst jeder Tag ein Freiwilligen-Tag werden, sagt Barbara Weigl. Ob ein Kalender entsteht, hängt auch davon ab, wie viele Helfer am 16. September mitmachen.

Der Dank der 25 Vereine ist den Freiwilligen sicher. Und am Sonntagabend, nach getaner Arbeit, gibt es für alle, die dabei waren, eine Dankeschön-Party im Roten Rathaus - in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit.

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