EHRENSACHE : „Ich erkläre, wie man Zeitungen verkauft“

Manuel Opitz
KÄMPFERIN. Helga Freytag, 75, ehrenamtlich Engagierte aus Schöneberg von der Straßenzeitung „Querkopf“
KÄMPFERIN. Helga Freytag, 75, ehrenamtlich Engagierte aus Schöneberg von der Straßenzeitung „Querkopf“

WAS ICH MACHE

Ich verkaufe seit zehn Jahren die Straßenzeitung „Querkopf“. Mein Stammplatz ist am Nollendorfplatz, da bin ich fast jeden Tag. Ich bin auch für die Leute da, die den „Querkopf“ verkaufen wollen. Das sind ja alles Menschen, denen es nicht so gutgeht. Viele leben auf der Straße. Mit dem Zeitungsverkauf können sie sich was dazuverdienen. Ich erkläre ihnen, wie's geht. Das Wichtigste ist, dass der „Querkopf" keine Bettelzeitung ist. Durch das alles hat sich mein Leben ganz schön verändert. Ich habe eine Pflicht, mir ist nie langweilig. Ich habe sogar Stammkunden, die seit Jahren jeden Monat kommen. Die sagen „Hallo Helga, wie geht's?“, und dann wird erst mal gequatscht. Darüber freue ich mich. Der „Querkopf“ lässt mich meine Krankheit vergessen.

WAS ICH MIR WÜNSCHE

Dass die Menschen mich ganz normal behandeln und dass sie mir noch lange ganz oft die Zeitung abkaufen.

www.querkopf-berlin.de, querkopf-berlin@web.de, Abholstelle: bei Werner, Blücherstraße 37, Kreuzberg, Telefon 7545 1098.

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