Ehrensache : „Ich kämpfe gegen Beschneidungen bei Frauen“

AUFKLÄRERIN. Hadja Kitagbe Kaba, 56, aus Reinickendorf setzt sich mit ihrem Verein „Mama Afrika“ gegen weibliche Genitalverstümmelung ein.
AUFKLÄRERIN. Hadja Kitagbe Kaba, 56, aus Reinickendorf setzt sich mit ihrem Verein „Mama Afrika“ gegen weibliche...

WAS ICH MACHE

Vor zehn Jahren habe ich den Verein „Mama Afrika e.V.“ gegründet, um auf das Thema Beschneidung bei Frauen aufmerksam zu machen. Ich wurde als Kind in meinem Heimatland Guinea beschnitten – das habe ich selbst so gewollt. Heute, nach meiner Lebenserfahrung in Berlin, kämpfe ich mit Vorträgen und Kampagnen in Berlin und Guinea gegen Genitalverstümmelung. Gleichzeitig ist Mama Afrika ein Treffpunkt der Reinickendorfer Nachbarschaft. Mit Themenabenden und Kochstunden möchte ich einen kulturellen Austausch fördern, Berlinern die afrikanische Kultur näherbringen und Afrikaner bei der Integration unterstützen.

WAS ICH MIR WÜNSCHE

An den Folgen der Beschneidung sterben etwa 500 Mädchen und Frauen - täglich. Dagegen möchte ich etwas tun. Deshalb wünsche ich mir, eines Tages einen Kindergarten in Guinea zu eröffnen. Dort hätte ich den direkten Kontakt zu Eltern und könnte sie davon überzeugen, ihre Mädchen nicht beschneiden zu lassen. Das große Problem ist die mangelnde Aufklärung. Die afrikanischen Mädchen sollen es genauso gut wie die kleinen Berlinerinnen haben. mop

- Infos und Kontakt übers Internet:

Mama Afrika e.V., Gesobau Nachbarschaftsetage, Wilhelmsruher Damm 124 in 13439 Berlin

Tel. 415 08 415

www.mama-afrika.org

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