Ehrensache : „In unserem Laden gibt es alles umsonst“

Saara Wendisch
Aus zweiter Hand. Volker Schmidt, 34, Elektrotechniker aus Charlottenburg (Bildmitte), mit den Bücherspendern Rita und Heinz Rahnenführer.
Aus zweiter Hand. Volker Schmidt, 34, Elektrotechniker aus Charlottenburg (Bildmitte), mit den Bücherspendern Rita und Heinz...Foto: Theo Heimann

WAS ICH MACHE

Warum Sachen wegwerfen, wenn sie doch noch jemand anderes gut gebrauchen kann? Ich bin gegen eine Wegwerfgesellschaft. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind für mich die Gründe, warum ich mich ehrenamtlich für den Umsonstladen in der TU engagiere. Früher kam ich regelmäßig als Kunde in die „Ula“, fast immer habe ich etwas Nützliches gefunden. Wir verschenken gebrauchte Gegenstände. Kleidung aus zweiter Hand, Retro-Küchengeschirr oder gut erhaltenes Computerzubehör wie Drucker oder Kabel. Auch Schallplatten finden immer Abnehmer. Wer möchte, kann alte Sachen (bitte keine Kühlschränke oder sperrige Möbel) vorbeibringen – sie sollten allerdings gut erhalten sein. Uns ist auch der soziale Aspekt wichtig. Zu uns kommen viele Menschen, denen es finanziell nicht so gut geht, Hartz-IV-Empfänger und auch Studenten. Den meisten geht es jedoch gar nicht darum, Geld zu sparen. Sie kommen nicht aus finanzieller Not, sondern aus Überzeugung; sie wollen nichts kaufen, um es nach kurzer Zeit wieder wegzuwerfen. Die TU stellt uns die Räume mietfrei zur Verfügung, alle Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig.

WAS ICH MIR WÜNSCHE

Wir freuen uns über neue ehrenamtliche Mitarbeiter, die hin und wieder aushelfen können. Außerdem sucht unser Schwesterladen „Leila“, ein Leihgeschäft in der Fehrbelliner Straße 92 in Prenzlauer Berg, nach Sponsoren. Dort können Sachen wie Zelte, Werkzeug oder Computerspiele umsonst ausgeliehen und nach Gebrauch zurückgebracht werden.

„Ula – die erste Umsonstlädin“, Einsteinufer 25 in Charlottenburg, geöffnet: Di. 16-19 Uhr, Mi. 17-19 Uhr, Do. 15-18 Uhr und nach Absprache. Tel. 3142 32 92 oder 0152 58 47 92 43. Internet: ula.blogsport.de

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