Ehrensache: kulturelles Engagement : „Afrika für alle“

Oumar Diallo, 57, Ehrenamtler aus Mitte, leitet seit 20 Jahren das Afrika-Haus in Moabit.

Saara Wendisch
VERMITTLER ZWISCHEN DEN KULTUREN. Oumar Diallo, 57, Ehrenamtler aus Mitte, im Afrika-Haus in Moabit.
VERMITTLER ZWISCHEN DEN KULTUREN. Oumar Diallo, 57, Ehrenamtler aus Mitte, im Afrika-Haus in Moabit.Foto: Thilo Rückeis

WAS ICH MACHE

Ich bringe den Menschen Afrika näher. Desto mehr sie voneinander wissen, desto besser verstehen sie sich – davon bin ich als Kulturmediator überzeugt. Vorurteile werden abgebaut, Rassismus kann vorgebeugt werden. In unserem Kulturzentrum veranstalten wir Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und politische Diskussionen. Wir sind sehr kritisch mit afrikanischen Regierungen. Von den Deutschen möchten wir aber kein Mitleid, sondern Toleranz und Akzeptanz. Wir richten uns auch gegen gern gepflegte Afrika-Klischees: Bei uns gibt es keine touristische Folklore, sondern zum Beispiel Afrojazz. Der Februar ist nicht nur Black History Month. Wir feiern dieses Jahr auch unser 20. Jubiläum.

WAS ICH MIR WÜNSCHE

Ich habe manchmal das Gefühl, dass einige Leute vor unserer Tür stehen, sich aber nicht hineintrauen. Die möchte ich ermutigen, hineinzukommen.


- Afrika-Haus/Farafina e.V., Bochumer Str. 25 in 10555 Berlin-Moabit. Wer spenden möchte: Berliner Sparkasse, Kontonr. 6604062668, BLZ: 100 500 00. Telefon: 392 20 10, www.afrikahaus-berlin.de

Im Februar gibt es dort politische Veranstaltungen zum „Black History Month“ – darunter am Donnerstag um 19 Uhr die vom Berliner Afrikakreis organisierte Podiumsdiskussion „Äthiopien nach Meles Zenawi – Liberalisierung oder Kontinuität?“. Das nächste Afrojazz-Konzert folgt am 28. Februar ab 20 Uhr mit dem Duo Jo Badou (Eintritt: acht Euro).

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