Ehrensache - Porträt : „Ich helfe Kindern mit HIV-Infektion“

Mechthild Vocks-Hauck, Kinderärztin aus Wilmersdorf, informiert Lehrer und Erzieher über HIV und Aids. Viele fragen: Können sich Kinder beim Herumtollen auf dem Schulhof anstecken?

Manuel Opitz
Mechthild Vocks-Hauck, 56, Kinderärztin aus Wilmersdorf, informiert Lehrer und Erzieher über HIV und Aids. Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Mechthild Vocks-Hauck, 56, Kinderärztin aus Wilmersdorf, informiert Lehrer und Erzieher über HIV und Aids.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

WAS ICH MACHE

Ich setze mich für Kinder mit Aids ein, beim „Kuratorium für Immunschwäche bei Kindern e.V.“ (KIK). Die Kinder haben es schwer: Die HIV-Infektion kann Konzentrationsstörungen hervorrufen, psychische Probleme mit sich bringen. Außerdem müssen sie Medikamente nehmen. Sie haben das Gefühl, anders zu sein, ihr Selbstwertgefühl sinkt. Bei KIK fördern wir die Kinder mit Reitstunden, Nachhilfe, Malprojekten und auch dank Geld. Wir helfen zudem den Eltern und klären Lehrer und Erzieher auf. Beim Raufen auf dem Schulhof oder durch Verletzungen beim Sport etwa kann es keine Übertragung geben. Kinder, die HIV-positiv sind, werden medizinisch behandelt und haben keine Viren im Blut.

WAS ICH MIR WÜNSCHE

Dass sich die Gesellschaft besser über Aids informiert. Mit Ausgrenzung kann man sehr viel Schaden anrichten. Deshalb wünsche ich mir mehr Mut zu toleranten Entscheidungen. mop

„Kuratorium für Immunschwäche bei Kindern e.V.“, Friedbergstr. 29, 14057 Berlin, Tel.: 324 74 21, Mail: KIK@bln.de

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