Ehrensache-Porträt : „Ich versuche, den Klimawandel stoppen zu helfen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat gerade gemahnt: Wegen des Ziels, die Erde bis 2050 nur zwei Grad wärmer werden zu lassen, müssten endlich weniger Treibhausgase ausgestoßen werden. Martin Hausding ist bei Greenpeace - und demonstriert auch vor Berliner Tankstellen gegen Ölbohrungen in der Arktis.

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DIE WELT IST KLEIN. Greenpeace-Mitglied Martin Hausding, 28, Fernsehtechniker aus Steglitz, appelliert mit anderen Aktivisten vor einer Tankstelle an der Müllerstraße an Autofahrer, sie mögen wegen des CO2-Ausstoßes weniger fahren.
DIE WELT IST KLEIN. Greenpeace-Mitglied Martin Hausding, 28, Fernsehtechniker aus Steglitz, appelliert mit anderen Aktivisten vor...Foto: Thilo Rückeis

WAS ICH MACHE

Greenpeace-Mitglieder wie ich stehen jetzt überall in der Welt vor Tankstellen, um gegen erste Probebohrungen von Shell in der Arktis zu demonstrieren. Das ist doch absurd: Weil das Eis schmilzt, soll dort Erdöl gesucht werden, statt die Erwärmung zu stoppen und regenerative Energien zu fördern. Das Bohrschiff ist in Alaska gerade dem Ufer gefährlich nahe gekommen, und jeder kann sich ja noch an die BP-Aral-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erinnern. Der Tankstellenpächter war nicht so erfreut, aber erstaunlich viele Kunden nahmen Infoblätter mit. Die Demo war auch polizeilich angemeldet.

WORAUF ICH HOFFE

Dass Autofahrer öfter auf Rad, Bus und Bahn umsteigen, damit weniger C02 in die Atmosphäre gelangt. Es hilft leider nicht, E 10 zu tanken oder auf andere Tankstellen auszuweichen. Aber jeder Einzelne kann etwas ändern: Man muss ja nicht zwei Tonnen Auto bewegen, nur um Brötchen zu besorgen. kög

Greenpeace Berlin, Ehrenamtlicheninfo: 1.8., 18 Uhr, Chausseestraße 131,

10115 Berlin-Mitte, Tel.: 283 91 550

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