• Ehrung für den verstorbenen Schauspieler: Günter Pfitzmann soll einen Platz in Berlin bekommen

Ehrung für den verstorbenen Schauspieler : Günter Pfitzmann soll einen Platz in Berlin bekommen

Die CDU Tempelhof-Schöneberg will den neuen Eingang zum Gleisdreieck-Park nach dem Berliner Volksschauspieler benennen. Doch im Bezirk regiert eine rot-grüne Zählgemeinschaft. Die möchte erstmal weibliche Persönlichkeiten ehren.

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Günter Pfitzmann war Urberliner und gehörte zu den großen TV-Vorabendstars. Er starb 2003.
Günter Pfitzmann war Urberliner und gehörte zu den großen TV-Vorabendstars. Er starb 2003.Foto: dpa

Schauspieler Günter Pfitzmann starb vor elf Jahren und droht langsam, dem Vergessen anheimzufallen. Dem will die CDU Tempelhof-Schöneberg jetzt mit einem Günter-Pfitzmann-Platz entgegenwirken. „Durch die Schaffung des barrierefreien Zugangs zum Gleisdreieckspark von der Dennewitzstraße sind ein Weg und ein kleiner Platz mit Aufenthaltsqualität entstanden. Dieser neue Stadtraum sollte identitätsstiftend benannt werden“, heißt es in einem Beschlussantrag für die nächste Bezirksverordnetenversammlung am 17. September.

"Praxis Bülowbogen" spielte in der Nachbarschaft

Die CDU findet, dass Pfitzmann wegen seiner Rolle als Arzt Dr. Peter Brockmann in „Praxis Bülowbogen“ eng mit dem Kiez um die Bülowstraße verbunden ist. „Die Fernsehpraxis befand sich in der Zietenstraße 22, und die 107 Folgen der Serie wurden zwischen 1987 und 1996 im Kiez rund um die Bülowstraße und die Hochbahn gedreht. Sie sind bereits heute zeithistorische Dokumente.“

Ein Problem ist allerdings, dass sich die rot-grüne Zählgemeinschaft der BVV darauf verständigt hat, Straßen vorrangig nach Frauen zu benennen. Es gebe bereits ein Menge Vorschläge, auch aus der Bevölkerung, sagt SPD-Verordnete Melanie Kühnemann. Männliche Ausnahmen seien allerdings nicht ausgeschlossen. „Ich habe nichts gegen Pfitzmann.“ Nur müsse man sehen, ob der Platz dem bekannten Volksschauspieler überhaupt angemessen ist. Die Grünen wollten sich erstmal eine Meinung bilden, sagt Verordneter Ralf Kühne. Das Thema sei noch ganz frisch.

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