Berlin : Ehrung für jüdisches Andenken

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Zwei Persönlichkeiten, die sich in vielfältiger Hinsicht für die jüdische Kultur engagieren, erhalten in diesem Jahr den „Preis für Verständigung und Toleranz“ des Jüdischen Museums. Direktor Michael W. Blumenthal wird ihn am Sonnabend an die Schauspielerin Iris Berben und Berthold Leibinger, Gesellschafter des Familienunternehmens Trumpf, überreichen. Als Laudatoren sprechen Frank-Walter Steinmeier und der Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach Ulrich Raulff.

Seit 2002 werden mit dem Preis Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik ausgezeichnet, die sich für die historische Verantwortung Deutschlands und den Dialog zwischen Kulturen und Religionen einsetzen.

Seit ihrer ersten Reise nach Israel fühlt sich Iris Berben dem Land eng verbunden und hat dieses Gefühl kräftig in die Tat umgesetzt. Mit dem von ihr gegründeten Iris-Berben-Fonds für Gehirnforschung unterstützt sie die Hebräische Universität Jerusalem, außerdem engagiert sie sich in vielen Projekten und Funktionen gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus, zum Bespiel als Botschafterin für den Raum der Nationen im „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“. Gerade weil sie unter den deutschen Schauspielerinnen einen besonders hohen Glamour-Faktor hat, kann die Präsidentin der Deutschen Filmakademie das Thema auch unter Menschen wachhalten, die sich sonst nicht dafür interessieren würden.

Der zweite Preisträger Berthold Leibinger gründete mit einem Teil seines Vermögens 1992 die Bertold Leibinger Stiftung, die unter anderem die Jerusalem Foundation Deutschland unterstützt, die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg und die Publikationsreihe „Bibliothek verbrannter Bücher“ des Moses Mendelssohn Zentrums.

Zur Preisverleihung haben sich bereits viele Prominente angekündigt, darunter der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Schauspielerin Hanna Schygulla. Elisabeth Binder

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