Berlin : Eigentümer des Kant-Dreiecks wollen hoch hinaus

Das Geschäftshaus mit dem Dachsegel soll aufgestockt werden

-

Schräg gegenüber dem Theater des Westens wird das „KantDreieck“ an der Charlottenburger Kantstraße wahrscheinlich doch noch zu einem Hochhaus. Das 1994 eröffnete Geschäftshaus mit dem markanten Segel auf dem Dach war auf Druck des Bezirks niedriger gebaut worden, als es der Architekt Josef Paul Kleihues geplant hatte. Doch jetzt warben die Eigentümerfirma KapHag und Architekten aus dem Büro Kleihues im Bauausschuss der City West für eine Aufstockung um 18 Meter. Das entspricht sechs zusätzlichen Geschossen.

Bisher ist das Gebäude – ohne die Dachkonstruktion – lediglich 36 Meter hoch. Das weiße Segel und dessen Verankerung messen zusätzlich 18 Meter. Die Segelspitze soll sich also künftig in 72 Metern Höhe drehen. KapHag-Geschäftsführer Gernot Moegelin argumentierte hauptsächlich mit architektonischen Gesichtspunkten. Bisher wirke das Gebäude zu gedrungen. Außerdem werde es inzwischen vom benachbarten Neuen Kranzler-Eck überragt, das rund 60 Meter hoch ist.

Für die geplanten Zusatz-Geschosse müssten erst noch Mieter gefunden werden, betonte Moegelin. Er könne deshalb noch keinen Termin für die geplante Aufstockung nennen. Bisher gibt es Büros, eine Galerie und Läden in dem Gebäude. Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) zeigte sich „von den ästhetischen Begründungen überzeugt“. Auch von der SPD hieß es: „Das schreit nach Veränderung.“ Bedenken äußerten Bezirkspolitiker aber gegen eventuelle Werbung auf dem Segel – obwohl Moegelin einschränkend sagte, es sei höchstens an ein „Firmenlogo“ eines Mieters gedacht.

Der Bauausschuss will erst nach weiteren Beratungen über das Projekt entscheiden, für das der geltende Bebauungsplan geändert werden müsste . CD

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben