Berlin : Ein Bier mit der "Teufelsbergproduktion" (Interview)

Schlager[rustikales Mobiliar - wa],Stricherjungen[rustikales Mobiliar - wa]

Stephan Bachtejeff, Petra Krause und Bob Schneider gehören als Herr Maus, Mandy Basta und Jutta Hartmann zur Teufelsbergproduktion. Ihre neue Soap Opera "Edith und Hotte sind verreist - und sie denken, wir gießen nur ihre Blume..." spielen sie ab heute bis Sonnabend in der Kalkscheune, 20.30 Uhr. Das Gespräch führte Roman Rhode.

Schlager, Stricherjungen, rustikales Mobiliar - was führt Sie in die Blue Boys Bar?

KRAUSE: Ist doch schön skurril hier.

SCHNEIDER: Und sehr gemütlich. Wir kriegen sogar ein Schinkenbrot. Das ist das alte West-Berlin mit seinen Nischen. Auch Juttas Kneipe in Neukölln sieht ja ungefähr so aus wie der Laden hier.

Das Bier passt zum Interieur.

KRAUSE: Ich glaube, die können hier gar keine Cocktails machen. Im besten Falle Futschi (Chantré mit Cola).

Kommen Sie alle aus dem alten West-Berlin?

SCHNEIDER: Ja.

KRAUSE: Äh, ja.

BACHTEJEFF: Nein, ich komme aus dem Osten. Wie auch in meinem Bühnenleben. Da ist es Treptow.

Was ist denn typisch für die West-Berliner?

KRAUSE: Das schamlose Selbstbewußtsein.

Gibt es den Proll in euch?

SCHNEIDER: Wir spielen keine Prolls, sondern eher Kleinbürger. Jutta will ja immer was Besseres sein. Klar, das hat man schon irgendwie in sich drin. Auf der Bühne kann man das dann wunderbar ausleben.

KRAUSE: Gerade mit diesen Neuköllner Figuren.

Findet man die auch im Osten Berlins ?

BACHTEJEFF: Spießer gibt es überall. Aber als Hans-Werner Maus bin ich eher ein verklemmter Typ.

KRAUSE: Und wir nutzen das schamlos aus!

BACHTEJEFF: Wie die schamlosen West-Berliner so sind.

Woher kennen Sie dieses Spießer-Milieu?

SCHNEIDER: Weil ich darin aufgewachsen bin. Was ich so mitkriege von Nachbarn oder Verwandten - das wird gleich in die Shows eingebaut.

Diesmal stehen Sie nur nur zu dritt auf der Bühne. Ist ein Leben ohne Edith und Hotte, die altgedienten Stars der Teufelsberg-Produktion, überhaupt möglich?

SCHNEIDER: Mittlerweile führen alle Figuren ein Eigenleben. Und dann gibt es ja in unserer neuen Soap Opera auch noch Gäste wie Tim Fischer, Désirée Nick oder Biggy van Blond.

KRAUSE: Die dürfen gerne mitspielen. Wir werden das auch etwas forcieren.

Was passiert, wenn Edith zurückkommt und sieht, was ihr mit deren Wohnung angerichtet habt?

SCHNEIDER: Sie ist ja noch mit den Proben zu der "Bimmler von West-Bérlôen" beschäftigt. Bis März haben wir erstmal Ruhe vor ihr.

Gehören Spießer, Kleinbürger und Prolls auch zu eurem Publikum?

KRAUSE: Ja. Und es werden immer mehr! Das Publikum wächst - in alle Richtungen.

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