• EIN BLICK NACH VORN – WAS DIE FOTOEXPERTIN MEINT: Chirurgen und Spione haben es in Zukunft leichter

EIN BLICK NACH VORN – WAS DIE FOTOEXPERTIN MEINT : Chirurgen und Spione haben es in Zukunft leichter

Auf der Ifa 2007 werden die aktuellen Technologie-Entwicklungen vorgestellt. Doch was erwartet uns in zehn oder zwanzig Jahren? Wir haben bei Branchenexperten nachgefragt.

Siegeszug der Digitalkameras hin und Laserprinter zum Fotodrucken zu Hause her. Weder der Fotoladen, der Bilder entwickelt, noch die analoge Spiegelreflexkamera werden in den nächsten Jahren aussterben. Allerdings werden Innovationen eher auf dem digitalen Feld und bei Objektiven zu erwarten sein. Die analoge Fototechnologie ist fast ausgereizt. Da gibt es in Zukunft aber sicher noch Entwicklungen beim Filmmaterial.

Bei den digitalen Kameras können wir wahrscheinlich mit neuen Speichermedien rechnen. Nicht nur mit Karten mit größerer Kapazität, sondern auch mit neuen Materialien. Vor kurzem gab es erste Versuche, handelsübliches Klebeband als Speichermedium zu nutzen.

Dank der technologischen Weiterentwicklung werden die Kameras immer kleiner werden. Für den Hausgebrauch wird das aller Voraussicht nach jedoch keinen großen Unterschied machen. Irgendwann kann eine Kamera nämlich auch zu klein sein. Beim Display wird zum Beispiel eine gewisse Größe verlangt. Wo die Miniaturisierung jedoch einen großen Effekt haben wird, ist in der Medizintechnik. Bei minimalinvasiv Eingriffen zum Beispiel, bei denen mit Hilfe von Kameras operiert werden kann, ohne das der Körper aufgeschnitten werden muss. Auch Fernoperationen, bei denen der Chirurg an einem Ort ist und der Patient an einem anderen, werden so an Bedeutung gewinnen. Und die Spione profitieren natürlich auch.

Aufgezeichnet von Moritz Honert

Constanze Clauß

ist Sprecherin des Photoindustrieverbands in Frankfurt am Main,

der unter anderem die Fachmesse Photokina veranstaltet, die 2008 in Köln stattfindet.

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