Berlin : Ein Chef mit Charme

Der Unternehmer Achim Türklitz leitet das Familienunternehmen in der dritten Generation

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Seine 66 Jahre sieht man dem Chef des Einrichtungshauses Möbel Hübner nicht an. Entspannt sitzt Achim Türklitz, der das Traditionshaus in der dritten Generation führt, in seinem großräumigen Büro in der Genthiner Straße. Neben einer historischen Berlinkarte hängt an der Wand auch ein Portrait des Großvaters Karl Hübner, der das Unternehmen 1908 gegründet hat.

„In einem netten Haus kauft man lieber ein“, umscheibt Achim Türklitz seine Firmenphilosophie und fügt hinzu: „Man muss sich schon ein bisschen Mühe geben, die Kunden auch wie einen Gast zu behandeln. Klappt üblicherweise bei uns sehr gut.“ In Sachen Unternehmenskultur hält er es mit dem Chef des Schweizer Unternehmens Migro, der einmal sagte: „Hinter jedem Mitarbeiter steckt eine Familie, ein Mensch.“ Besonders charakteristisch für das Unternehmen ist eine Auswahl, die gleichermaßen absolute Spitzenmarken wie preisgünstige Abholware umfasst. „Das ist wirklich unser Stolz, da haben wir eine Alleinstellung“, so Achim Türklitz, der sich für die Zukunft den Umbau des Erdgeschosses vorgenommen hat.

Obwohl der Hübner-Chef und Vater dreier Kinder – das Älteste probt gerade die ersten Schritte im Unternehmen – nun „offiziell zu den Rentnern“ gehört, denkt er noch nicht ans Aufhören. Zwar hält er sich zunehmend aus dem Tagesgeschäft heraus, doch die große Linie ist noch immer fest in seiner Hand. Der seit 33 Jahren glücklich verheiratete Berliner, der leidenschaftlich gern fremde Sprachen spricht – neben Englisch, Französisch und Italienisch sogar Japanisch, möchte in Zukunft aber gerne mehr reisen.

Seine Leidenschaft gilt seit Kindesbeinen dem Segelsport. In diesem Jahr möchte Türklitz, der früher einmal zur Nationalmannschaft der Finnsegler gehörte, zum dritten Mal an der Atlantik-Regatta teilnehmen und im Herbst den Swan-Cap vor Sardinien segeln. „Noch bin ich fit“, sagt Achim Türklitz und klopft lächelnd auf das Holz seines Schreibtisches. Das muss in der Familie liegen. Denn seine Mutter, die heute 92-jährige Gertrud Hübner, die eine Hälfte des Jahres in Amerika lebt, kommt noch immer regelmäßig in die Genthiner Straße, um im Möbelhaus Hübner nach dem Rechten zu schauen.

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