Berlin : Ein Einkaufszentrum in nur 22 Monaten

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Neben dem Spandauer Fernbahnhof an der Klosterstraße eröffnen heute um 8 Uhr die "Spandau Arcaden". Das neue Einkaufszentrum beherbergt 125 Fachgeschäfte und einige Restaurants. Zwei Parkhäuser bieten 1750 Stellplätze. In nur 22 Monaten wurden 400 Millionen Mark von der Essener Firma MFI verbaut. "Die Arcaden sollen dem Bezirk seine Vorkriegsfunktion als Einkaufsort des Havellandes zurückgeben", sagte MFI-Vorstandschef R. Roger Weiss. Diese Magnetwirkung habe der Spandauer Einzelhandel bisher nicht ausüben können. Den Umstellungsprozess werde nicht jeder der etablierten Ladenbesitzer "bis zum Ende mitgehen können".

In der benachbarten Altstadt werben die Geschäftsleute noch bis zum Sonnabend mit einem Straßenfest für den Besuch der Fußgängerzone. MFI betonte, dass den vorhandenen Läden in der Altstadt keine Kunden weggenommen werden sollen, sondern durch die Attraktivität der Arcaden der Bezirk insgesamt gestärkt werden soll. In den Spandau Arcaden gibt es einheitliche Geschäftszeiten, im November kann auch an Sonnabenden von 8 bis 20 Uhr eingekauft werden. "Unsere Mieter würden gerne länger öffnen", sagte Weiss. Doch das werde vom Ladenschlussgesetz verhindert. Rund 40 Prozent der Geschäfte kommen aus der Region, den Rest machen große Filialunternehmen aus. In den nächsten Wochen werden noch ein 132-Betten-Hotel und ein Bowling-Center eröffnen, im nächsten Jahr wird ein Wellness-Zentrum mit Schwimmbad folgen. Insgesamt werden in den Spandau Arcaden 1000 Arbeitsplätze geschaffen.

MFI betreibt in Berlin bereits die Schönhauser Allee Arcaden sowie den Cittipoint Müllerstraße. Auch für die Spandau Arcaden übernimmt man für zunächst zehn Jahre das Management. Die Immobilie dagegen wird nach der Fertigstellung von der DIFA Deutsche Immobilien Fonds AG übernommen.

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