Berlin : Ein-Euro-Chance

Matthias Oloew

Klingt nach einer ebenso simplen wie preisgünstigen Lösung, was sich die Bäderbetriebe und das Bezirksamt Treptow-Köpenick da ausgedacht haben. Weil die Bäderbetriebe den Betrieb im Strandbad Müggelsee nicht mehr stemmen können, mietet nun der Bezirk das Bad und zahlt dafür eine symbolische Miete von einem Euro. Und da das Ganze schon fast nichts kostet, dürfen, oh Wunder, die Badegäste künftig auch noch unentgeltlich planschen.

Nun, ganz so einfach ist das nicht, der Bezirk muss noch irgendwie die Betriebskosten für das Bad schultern. Die sollen vor allem durch den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern gedrückt werden. Auch die Beschäftigung von Niedriglohn-Kräften oder Ein-Euro-Jobbern ist denkbar.

Das Bad fiele damit an denjenigen zurück, der es vor zehn Jahren nicht gern hergeben wollte. Bis zur Gründung der Bäderbetriebe 1996 stand das Strandbad nämlich schon einmal unter der Regie des Bezirks, wurde an die Bäderbetriebe übergeben, um – Achtung! – Kosten zu senken. Mal sehen, ob’s nochmal klappt.

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