Berlin : Ein fester Platz für Rosas Denkmal

V. Termühlen / M. Rottstock

SPD und PDS wollen laut Koalitionsvertrag "das geplante Denkmal für Rosa Luxemburg nach einem künstlerischen Wettbewerb auf dem gleichnamigen Platz in Mitte realisieren".

Pläne für ein Rosa-Luxemburg-Denkmal gab es im Ost- wie im Westteil Berlins bereits nach Kriegsende. Wegen unterschiedlicher politischer Bedenken blieben sie jedoch in beiden Stadthälften in der Schublade. Im Oktober 1998 beschlossen SPD und PDS im Bezirk gegen den Willen der CDU, auf dem Platz vor der Volksbühne ein Denkmal für Rosa Luxemburg zu errichten. Daraufhin wurde umgehend ein überparteilicher Förderkreis gegründet, dem auch die Grünen angehörten. Im Januar 1999 wurde entgegen den Vorstellungen des Förderkreises in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine lebensgroße Bronzeplastik des Bildhauers Rolf Biebl vor der Parteizentrale der PDS aufgestellt. Nach heftiger Kritik des Förderkreises wurde die Statue vor das Portal des Stiftungsgebäudes umquartiert. Die unendliche Geschichte um das Denkmal ging weiter.

Im Herbst 2000 schließlich sprachen sich auch die Bezirksämter von Mitte, Tiergarten und Wedding für ein Denkmal auf dem Rosa-Luxemburg-Platz aus. Zuletzt erinnerte die Baustadträtin Dorothee Dubrau (Bündnisgrüne) an die Notwendigkeit des Denkmals. Mit der Vereinbarung im Koalitionsvertrag hat Rot-Rot grünes Licht für den Bau des Denkmals gegeben. Der Ausschreibungstermin für den Wettbewerb steht allerdings noch nicht fest. Gefragt sind laut Bezirksamt auch unkonventionelle Entwürfe.

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