Berlin : Ein Haus für Schäuble

Das Berliner Architektenbüro Müller/Reimann entwirft den Neubau des Innenministeriums

Matthias Oloew
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In guter Nachbarschaft. Das neue Innenministerium (1) liegt nahe an Kanzleramt (2) und Kanzlergarten (3), am Haus der Kulturen der...

Offiziell will Wolfgang Schäuble (CDU) die Pläne am 19. November vorstellen, aber die Entscheidung steht: Die Berliner Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann haben den Wettbewerb für einen Neubau des Innenministeriums nahe dem Bundeskanzleramt gewonnen. Nach Kritik des Haushaltsausschusses werden die ursprünglich veranschlagten Baukosten von 192 Millionen Euro auf 175 Millionen Euro gedrückt. Möglich wird dies unter anderem durch den Verzicht auf eine Tiefgarage. Diesen leicht abgespeckten Plänen soll der Ausschuss Ende November seinen Segen geben. Wann mit den Bauarbeiten begonnen wird, ist jedoch noch unklar.

Müller/Reimann, die schon den Anbau des Außenministeriums entworfen haben, planen eine Gebäudestruktur, die sich um zwei Innenhöfe gruppiert. Einer davon soll ein Glasdach erhalten, um für Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen. Zu dem rund 31 000 Quadratmeter großen Bundesgrundstück, das bisher schon für den Neubau des Ministeriums vorgehalten wurde, sollen zwei weitere Grundstücke hinzukommen, sodass auf dem gesamten Areal genügend Platz ist, um alle Mitarbeiter des Ministeriums unterbringen zu können. Sie arbeiten heute in dem Hauptsitz in Moabit mit 915 Beschäftigten, in Dependancen im Bundeshaus in Wilmersdorf mit 107 und am Fehrbelliner Platz mit 103 Mitarbeitern. In Bonn sind 266 Mitarbeiter tätig. Der Bauteil für diese Beschäftigten soll in einem zweiten Bauabschnitt errichtet werden. Geplant ist auch ein weiterer Reservebau.

Das Gebäude soll eine helle Natursteinfassade bekommen. Für Thomas Müller bedeutet es „ein unglaubliches Glücksgefühl“, sich in dem Wettbewerb durchgesetzt zu haben. Matthias Oloew

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