Dilek Kolat – Gesundheit, Pflege, Gleichstellung

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Ein Jahr Rot-Rot-Grün in Berlin : So hat sich der Senat bisher geschlagen
Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD)
Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD)Foto: Britta Pedersen/dpa

Im zweiten Anlauf klappt es manchmal besser. Die ehemalige Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) stand fast schon auf dem Abstellgleis und musste, um in der Regierung zu bleiben, zwangsweise das Senatsressort wechseln. Seit einem Jahr kümmert sich die ehrgeizige und machtbewusste Politikerin um die Berliner Gesundheitspolitik, einschließlich Pflege und Gleichstellung.

Kolat legte einen Schnellstart hin, mit tatkräftiger Hilfe ihres Staatssekretärs Boris Velter (SPD), der ein exzellenter Gesundheitsexperte ist. Kolats Schwerpunkte, mit denen sie schon ein erkennbares Profil gewonnen hat: Die Stärkung der Alten- und Krankenpflege, die Reform der bezirklichen Gesundheitsämter, der Abbau des Sanierungsstaus in den kommunalen Krankenhäusern und die Besserstellung der Hebammen.

Dabei gelang es der gut vernetzten SPD-Politikerin, die eigene Partei und Fraktion ins Boot zu holen. Denn Gesundheit und Pflege kosten viel Geld und benötigen die rechtliche und politische Unterstützung von Bund und Ländern. Kolat wird zwar nachgesagt, mit der öffentlichen Verwaltung zu fremdeln und ihre Mitarbeiter zu nerven, aber Parteipolitik kann sie umso besser.

Die Sozialdemokratin weiß auch, wie man sich zur richtigen Zeit gut verkauft. So brachte sie vor ein paar Tagen noch schnell einen Plan zur „Eliminierung von Masern und Röteln“ durch den Senat. Das passte gut für die Ein-Jahres-Bilanz. Auf der Beliebtheitsskala des Instituts Forsa ist die Gesundheitssenatorin inzwischen auf den dritten Platz vorgerückt.

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