Matthias Kollatz-Ahnen – Finanzen

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Ein Jahr Rot-Rot-Grün in Berlin : So hat sich der Senat bisher geschlagen
Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD)
Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD)Foto: Britta Pedersen/dpa

Er ist eine Schlüsselfigur im Berliner Senat. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) managt den Landeshaushalt, die Finanzämter und den gigantischen Schuldenberg, er kontrolliert das öffentliche Vermögen und ist jetzt auch für das Landespersonal zuständig.

Der smarte Parteilinke gilt als Arbeitstier, Kollegen und Genossen wissen, dass man von ihm auch nachts um drei Uhr noch eine Mail erhalten kann. Kollatz-Ahnen bevorzugt klar strukturierte Konzepte, Politik aus dem Bauch heraus ist nicht sein Ding. Im Hintergrund werkelt für ihn eine personell gut ausgestattete Finanzverwaltung mit einem erfahrenen und kompetenten Führungsstab.

Und – der Senator hat das Glück des Tüchtigen: Dank des Wirtschaftsbooms sprudeln die Steuereinnahmen üppig und die niedrigen Zinsen dämpfen die Schuldenlast Berlins enorm. Seit der Wende 1990 waren die finanziellen Spielräume für die Landesregierung noch nie so groß.

Trotzdem muss Kollatz-Ahnen schwierige Aufgaben erst noch lösen: Die milliardenschwere Investitionsoffensive des Senats muss für die Bürger sichtbar umgesetzt werden. Die zweite Großbaustelle, für die Kollatz-Ahnen maßgeblich mit in der Verantwortung steht, ist die personelle Ausstattung der Verwaltung. Hohe Fluktuation und Krankenstände, Fachkräftemangel und eine immer noch schlechte Bezahlung erschweren die für Berlin lebenswichtige Wiederbelebung des öffentlichen Dienstes massiv.

Der Finanzsenator muss erst noch beweisen, wie stressfest und durchsetzungsfähig er ist.

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