Ramona Pop – Wirtschaft, Energie, Betriebe

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Ein Jahr Rot-Rot-Grün in Berlin : So hat sich der Senat bisher geschlagen
Ramona Pop (B90/Die Grünen), Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe
Ramona Pop (B90/Die Grünen), Senatorin für Wirtschaft, Energie und BetriebeFoto: Thilo Rückeis

Mit Ramona Pop sind wieder mehr Ruhe und Frieden eingezogen ins alte „Olex-Haus“ an der Schöneberger Martin-Luther-Straße, dem Sitz ihrer Verwaltung, und in die Berliner Wirtschaft insgesamt. Anders als ihre Vorgängerinnen Sybille von Obernitz (parteilos, für CDU) und Cornelia Yzer (CDU) liefert sich die einstige Fraktionschefin der Grünen kaum Scharmützel mit den Spitzen diverser Kammern und Verbände. Das ist noch kein Wert an sich, denn Reibung erzeugt ja auch Wärme, es gab und gibt Gründe, einige Strukturen der Berliner Wirtschaft zu hinterfragen.

Auf der anderen Seite konnte Pop mit ihrem konsensorientierten Stil auch ein paar Dinge bewegen: Sie hat die Messe juristisch neu aufgestellt, um neue Kongressbauten zu finanzieren und das ICC zu retten. Pop treibt auch die Pläne für ein kommunales Stadtwerk voran, hat ein Tourismuskonzept vorgelegt, das die Besucherströme auch in die schönen Stadtteile außerhalb des S-Bahn-Rings lenken soll.

Auch der Steuerungskreis Industriepolitik, den die Vorgängerin Yzer für Zeitverschwendung hielt, wurde neu zum Leben erweckt. Dieses Forum ist einigen Großunternehmen (und der Industrie- und Handelskammer) sehr wichtig. Das hat Firmen wie Siemens und General Electric nicht davon abgehalten, Jobkiller-Pläne für Berlin vorzulegen und auch Air Berlin wird durch Pop nicht wieder lebendig. Aber Harmonie ist auch eine Strategie. Und die verfängt zumindest bei Michael Müller, der sich nicht mehr im Wochentakt auf Kosten seiner Wirtschaftssenatorin zu profilieren versucht.

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