Sandra Scheeres – Bildung, Jugend, Familie

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Ein Jahr Rot-Rot-Grün in Berlin : So hat sich der Senat bisher geschlagen
Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD)
Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD)Foto: Sophia Kembowski/dpa

Der Schwung des Neuanfangs ist verflogen: Wer noch vor einem Jahr glaubte, dass Sandra Scheeres aus ihrer fünfjährigen Senatserfahrung würde Kapital schlagen können, wurde eines besseren belehrt. Selbst Regierungsanfänger wie Regine Günther haben ihr erstes Jahr erfolgreicher hinter sich gebracht als Scheeres ihr sechstes Jahr – und das, obwohl die Zusammenarbeit zwischen SPD-Fraktion und Bildungsverwaltung als „viel konstruktiver“ geschildert wird als in Scheeres’ erster Legislaturperiode.

Auch die Tatsache, dass sie das Wissenschaftsressort abgeben konnte, hat nicht dazu beigetragen, dass sich die Sozialdemokratin stärker im Bildungsbereich hervorgetan hätte. Im Gegenteil. „Alles Innovative kommt aus den Fraktionen oder von ihrem Staatssekretär Mark Rackles“, heißt es unisono.

Das gelte etwa für die Bekämpfung des Lehrermangels und auch für die Entscheidung, den türkischen Konsulatsunterricht nicht mehr stoisch hinzunehmen. Rackles war es denn auch, der dem Unterricht „deutliche religiöse und nationalistische Inhalte“ bescheinigte, nachdem Scheeres bei dem Thema monatelang abgetaucht war. Da hilft es auch nichts, dass die Senatorin im Jugendbereich einiges bewegt, wie Kita-Fachleute ihr – etwa hinsichtlich des erweiterten Betreuungsanspruchs - bescheinigen.

„Scheeres gilt als schwächstes Glied im Senat“, heißt es aus Koalitionskreisen. Ihre „wacklige“ Position habe sich noch dadurch verschlechtert, dass sie „unsouverän“ mit Kritik umgehe.

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