Berlin : Ein Knochenjob

Günter Niederhausen, Altenpfleger aus Hellersdorf „Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Politik unser soziales Gewissen ausnutzt.“
Günter Niederhausen, Altenpfleger aus Hellersdorf „Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Politik unser soziales Gewissen...

Pflegenotstand und Nachwuchsmangel: Wer wird im Alter nach mir sehen?

„Ich mache mir große Sorgen, wer sich im Alter mal um mich kümmern soll“, sagt Günter Niederhausen. Der 61-Jährige ist selbst in der Pflege tätig und hat einen guten Einblick in die Entwicklung. „Mein Sohn wird mich nicht pflegen können, und die Heime sind immer mehr Zwängen unterworfen.“ Die psychischen und körperlichen Belastungen seien hoch. „Wenn wir guten Nachwuchs wollen, muss die Arbeit auch mehr wertgeschätzt werden“, sagt Niederhausen. Viele hörten nach sechs Jahren im Beruf auf, weil sie dem Arbeitsdruck nicht standhielten. „In Zukunft wird es noch mehr Alte in den Heimen geben.“ Das belaste das Pflegepersonal zusätzlich. sny

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