Berlin : Ein Königssohn zum Schwärmen

Beim Besuch im Reichstag ließ der spanische Thronfolger Felipe Teenager-Herzen höher schlagen: Der Prinz nahm sich viel Zeit für seine Fans

-

Der Himmel ist blau, die Sonne warm, die Kuppel geputzt: Schöner kann Berlin bei einem Besuch im Reichstag nicht aussehen. Und erst recht nicht, wenn sich Majestäten angekündigt haben. Don Felipe Juan Pablo Alfonso de Todos los Santos Bourbon oder auch: der spanische Kronprinz Felipe schlenderte gestern den Wandelgang in der Kuppel hoch und immer höher, begleitet von einem Tross Fotografen und bestaunt von vielen anderen Reichstagsbesuchern – und trotzdem ganz entspannt. Strahlend lächelte der „begehrteste Junggeselle Europas“ in die Runde, winkte freundlich, ließ sich mit Kindern („die Abgeordneten von morgen“) fotografieren und sagte Nettes über Berlin: Dass die Stadt ihn „sehr beeindrucke“, und dass die vielen Neubauten Zeichen des Fortschritts und der Entwicklung der Stadt seien. Was ihm am meisten gefalle, konnte er nicht sagen. „Ich bin erst kurz hier, Sie müssen mir mehr Zeit geben“. Auch was er so alles erlebt habe, seit er am Sonntagabend und damit einen Tag früher als geplant in der Stadt ankam, blieb geheim. Er habe sich die Stadt angeschaut, blieb er gänzlich unkonkret.

Dazu wird er in den nächsten Tagen der Besuch endet am Donnerstag – auch kaum noch Gelegenheit haben: Das offizielle Programm ist randvoll. Neben Treffen mit Bundespräsident Johannes Rau und Bundeskanzler Gerhard Schröder stand am Dienstagabend die Eröffnung des spanischen Kulturinstituts Cervantes und ein Gang durchs Brandenburger Tor mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit an. Außerdem wird sich Kronprinz Felipe ins Goldene Buch der Hauptstadt eintragen.

Für Fans gibt es also noch Möglichkeiten, einen Blick auf den (von dem?) schönen Prinzen von Asturien zu erhaschen. Das hatten am Montag schon viele Neugierige versucht. Fast alle weiblich, die meisten im Teenageralter. Sie standen am Hotel Adlon, wo der Kronprinz samt seiner Entourage Quartier bezogen hat, die Fotoapparate immer in Augennähe. Weil Felipe immer so nett lächelt. Vielleicht ja mal direkt ins Objektiv. ari

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar