Berlin : Ein Lichtlein brennt

Der dritte Adventsbrunnen leuchtet in Friedrichshain

Cay Dobberke

Pyramiden aus je sechs Stoffsegeln, die in wechselnden Farben leuchten – so sind seit gestern die vier Brunnen an der Frankfurter Allee, Ecke Proskauer Straße in Friedrichshain verkleidet. Die dritte Anlage, die die Bewag und der Lichtkünstler Nils-R. Schultze im Rahmen ihrer „Weinachtsbrunnen“-Aktion verschönern. Nach dem Schöneberger Wittenbergplatz und dem Neptunbrunnen auf dem Platz vor dem Roten Rathaus in Mitte hat das Stromunternehmen diesmal einen „auf den ersten Blick unscheinbaren Ort“ gewählt, wie Bewag-Sprecher Olaf Weidner sagte. Andererseits sei die Frankfurter Allee der „östliche Eingang ins Zentrum Berlins“.

Die quadratischen Brunnenschalen dort sind in den Boden eingelassen und fallen normalerweise kaum auf. Sie waren 1969 von einem unbekannten Künstler angelegt und Mitte der neunziger Jahre saniert worden. Der 37-jährige Lichtkünstler Schultze will mit seiner Installation „sowohl dem Betrachter, der vor dem Brunnen verweilt, als auch demjenigen, der im Auto daran vorbeifährt“, einen festlichen Blick bieten.

Am 17. Dezember folgt die vierte und letzte Weihnachtsaktion: Dann kommt der nach Olof Palme benannte Brunnen vor dem Zoo-Aquarium in Charlottenburg an die Reihe. An allen vier Brunnen bleiben die Scheinwerfer bis zum 26. Dezember an. Die Aktion soll die Anlagen, die im Winter sonst eher zu den tristeren Orten zählen, zu „Hinguckern“ machen. Auch am Neptunbrunnen kamen bereits Stoffsegel zum Einsatz, die dort die Illusion von Wasserspielen erzeugen sollen. Die Bewag lässt sich die gesamte Aktion einen Betrag „im hohen fünfstelligen Bereich“ kosten.

Lichtkünstler Schultze bereitet unterdessen schon sein nächstes Projekt vor: Anlässlich der Langen Nacht der Museen will er im kommenden Sommer die Museumsinsel in Mitte erstrahlen lassen.

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