Berlin : Ein Liebling wurde 65

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Die Zeiten ändern sich - "Manne" bleibt der Alte. Gestern wurde er 65. Den Berlinern ist Manfred Krug spätestens seit seinem Auftritt als "Liebling Kreuzberg" ans Herz gewachsen. Fast genau vor 16 Jahren, am 17. Februar 1986, hat Robert Liebling zum ersten Mal die Robe übergestreift. In seiner Kreuzberger-Altbau-Kanzlei ließ Drehbuchautor Jurek Becker (später dann Ulrich Plenzdorf) den Anwalt mit der Vorliebe für Wackelpudding, Krawatten und Zigarren mit seinem Motorrad durch den Bezirk knattern, um sich für seine Klienten stark zu machen. Als "Columbo von Kreuzberg" erhielt Krug den Grimme-Preis in Gold dafür.

In der fünften und letzten Staffel von 1997 ist "Liebling" nicht nur aus der zwischenzeitlich bezogenen Kanzlei am Monbijouplatz in Mitte wieder nach Kreuzberg in seinen alten Kiez zurückgezogen. Nein, er schluckte nun auch mehr Pillen und Pulverchen: Mal drückte der Magen, mal das Herz. Man(ne) wird eben nicht jünger. Als die Freundin ihn fragt "Du hast Herz-Rhythmusstörungen? Seit wann?", sagt er trocken: "Seit ich beim Arzt war." Das Krankwerden schwebte wie eine düstere Drohung über dem sichtlich mitgenommenen Serienhelden - aber auch über dem Privatmann: Mit 60 erlitt Manfred Krug einen Schlaganfall. Heute ist er wieder fit, wie man zuletzt bei seinem Auftritt im vorigen Sommer auf der Museumsinsel sehen konnte. Zudem sieht es Manfred Krug positiv, dass er das Rentenalter erreicht hat. Außerdem geht er ab März wieder auf Tournee - schließlich ist er ja nicht nur Schauspieler, sondern auch Sänger. Für viele der Lieblings-Sänger.

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