Berlin : Ein Modell wie ein Model

Er ist obenrum freizügig – und kam auf dem Laufsteg: der neue SLK. Gestern lud die Mercedes-Welt zur Premiere

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Irgendwie ähnelt er ja auch den menschlichen TopModels, der neue Mercedes SLK: Auf Kommando obenrum sehr freizügig: Das Verdeck öffnet sich in 22 Sekunden. Und jedes Outfit hat seinen Preis – von 33 524 Euro für den Kompressor bis 65 000 Euro für einen AMG. Deshalb war der Auftritt durchaus passend: Zur Premierenfeier gestern Abend in der Mercedes-Welt am Salzufer in Charlottenburg fuhr nach einer Escada-Modeschau ein SLK über den Laufsteg – unter dem Applaus der 1500 geladenen Gäste, die meisten von ihnen Mercedes-Kunden.

Sechs weitere Modelle des Zweisitzers wurden dann im Foyer des Glashauses enthüllt, stets umgeben von jungen Hostessen mit Champagner-Gläsern. Moderiert wurde die Präsentation von Nina Ruge. Deren Frage, was eigentlich die Abkürzung „SLK“ bedeutet, konnte lange keiner beantworten. Dann aber wurden die Gäste doch noch aufgeklärt: „sportlich, leicht, kompakt“. Für die Premierenfeier nach der Modenschau hatten die Veranstalter am Freitag auch die 50er-Jahre-Rock-Band „Dick Brave and the Backbeats“ des früheren Schmusesängers Sasha gebucht. An den Buffets konnte man sich dazu Seezungen-Röllchen und Putenmedaillons nehmen .    

Der SLK  kam auch bei den Promis gut an – besonders bei denen, die noch nie einen hatten. „Cooles Auto“, sagt Alexandra Neldel. Die Schauspielerin fährt im Film „Die Autobahnraser“ zwar BMW und privat VW, in einem Mercedes hat sie aber schon „sehr persönliche Momente“ verbracht - mehr wollte sie nicht verraten. Schauspielkollege Andre Eisermann fährt zwar noch U-Bahn, überlegt aber, ob er nicht einen Mercedes kaufen soll. „Meine Eltern waren Schausteller, die haben immer gesagt: Das ist das zuverlässigste Auto.“

Und auch der Stargast des Abends, Geraldine Chaplin, war hin und weg vom neuen SLK: „Ich habe noch nie einen besessen“, sagt die Tochter von Charlie Chaplin gestern, „aber in diesem Jahr feiere ich meinen 60. Geburtstag, und da gönne ich mir genau so einen.“ Am Nachmittag war schon die Sängerin Patricia Kaas „ganz privat“ durch die Halle geschlendert, um sich, vom Mercedes-Chef begleitet, den Wagen anzusehen und in seinen Sitzen zu versinken. Sie schaute sehr interessiert auf den silberumrahmten Tacho, dessen Nadel bis 260 Stundenkilometer reicht. Ob Frau Kaas einen Wagen kaufen will, ließ sie offen.

Derweil gab es sphärische Musik zu hören, die abendliche Modenschau wurde noch geprobt, der Laufsteg bereits präpariert – und auf einer Videowand in der Mercedes-Welt lief ein stummer Film ab über den neuen SLK und seine Vorgänger.

Der begeistert nun nicht nur die Gäste der Premierenfeier. 300 SLK seien in der Stadt bereits verkauft, sagt der Berliner Daimler-Chrysler-Chef Walter Müller. Das Vorgängermodell verkaufte sich in Deutschland über 300 000 Mal. Ab heute ist der SLK in allen Mercedes-Häusern zu sehen. Und wem das Wetter für Cabrio-Fahren eigentlich noch zu kalt ist: Der SLK hat eine eingebaute Kopfraumheizung – aus den Kopfstützen strömt Warmluft. Gegen den Schneeregen der ersten Frühlingstage hilft das allerdings auch nicht.    Juris Lempfert

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