EIN POLITIKER SCHIMPFT : Die Wut des Fahrgastes auf die S-Bahn

Schreiber
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DIE WUTMAIL

Immerhin haben sie ihn nicht einfach da stehen lassen mit seiner Wut: Durchgefroren und mit klammen Fingern hatte der SPD-AbgeordneteTom Schreiber als Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs eine E-Mail des Zorns an die „Damen und Herren“ der S-Bahn geschrieben, Kopie an den Parteifreund und Verkehrssenator Michael Müller. „Unverschämt“ sei, was sich die S-Bahn an Zugausfällen nach „ein paar Flocken Schnee“ leiste. Weder als Bürger noch als Parlamentarier könne man dem Unternehmen noch vertrauen. „Bis Freitag“, so schrieb Schreiber per Smartphone, erwarte er eine Reaktion. „Zeigen Sie endlich, dass Sie nach vier Jahren gelernt haben“, schimpfte er.

DIE ANTWORT DER S-BAHN

S-Bahn-Chef Peter Buchner hat ihn nun zum Gespräch eingeladen. In ein paar Tagen werde man sich treffen. Schreiber sagt, dass sei er nicht an Erklärungen interessiert sei, warum alles mögliche nicht funktioniere. Er wolle wissen, welche Angebote die S-Bahn den Leuten am Stadtrand mache. In den Innenstadtbezirken könne man auf die U-Bahn umsteigen. Doch Älteren oder Müttern mit Kindern in den Außenbezirken sei es nicht zuzumuten, 20 Minuten in der Kälte zu stehen, nur weil die S-Bahn nicht einmal einen Bus-Ersatzverkehr organisiere. Auch am Freitag führte der Fahrzeugmangel wieder zu zahlreichen Zugausfällen. Verkehrssenator Müller fordert jetzt täglich einen Statusbericht von der S-Bahn und will wieder eine Kontrolle durch externe Experten einführen. wvb./kt

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