Berlin : Ein Rocker mag’s gern etwas leiser

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Alt geworden ist er bei der langen „Echo“- Nacht in Neukölln nicht – das Fest mit dem Preis für sein Lebenswerk hat Peter Kraus relativ früh verlassen und den Tag lieber mit Ehefrau Ingrid und einem Gutenacht-Bierchen in seiner Herberge am Lützowufer ausklingen lassen. Ein bisserl zu laut war ihm die Party, und außerdem sei er nicht mehr so feierlustig wie einst – dafür aber fit –, erklärte die Rock-Legende gestern im Grand Hotel Esplanade. Nicht nur fit, auch jugendlich mit Lederjäckchen, engen Jeans und kesser Mütze gab sich dort der Star, der am kommenden Sonnabend fast faltenlos seinen 67. Geburtstag feiert und vor 50 Jahren den Rock’n’Roll nach Deutschland brachte. Jetzt bringt er ihn mit einer Liebeserklärung wieder – „I love Rock’n’Roll“ heißt die neue Scheibe und ebenso das Live- Konzert dazu, das er am 30. Oktober im Tempodrom gibt (Kartentelefon: 61 10 13 13). Bis dahin wird niemand an dem Mann aus dem Tessin vorbeisehen können – auf 30 000 Plakatsäulen wird er mit Schiebermütze und einer Davidoff Nr. 2 plakatiert. Die Zigarrenfirma dankte es ihm gestern mit 50 Exemplaren, deren Banderole den Namen des Mannes trägt, der in den Fünfzigern ein Idol war, auch im Film. „Wenn die Conny mit dem Peter“ hieß 1958 der Kino-Hit mit Cornelia Froboess , der sie zum Traumpaar machte. Gedreht wurden fast alle Filme in Berlin – an sein Zimmer ohne eigenes Bad in der Künstlerpension gegenüber dem Kranzler erinnerte sich Kraus gestern amüsiert. Und verriet dann, dass sein „Echo“ in der Garage landet. „Das ist für mich nicht einfach eine Garage“, sagte er, „da schraube ich an meinen Oldtimern herum, da male ich und bewahre meine Trophäen – das ist ein bedeutungsvoller Platz.“ hema

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