Berlin : Ein Salon voller Berlin-Geflüster

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Das feine Gespür für das Besondere zeigt sich in der perfekten Verbindung von sinnlichen Genüssen und kulturellen Ereignissen in einer kultivierten Umgebung. Wenn dazu noch weltoffene Menschen zusammenkommen, die zwanglos miteinander in Kontakt treten können, dann könnte der im Juni eröffnete Salon „BerlinGeflüster“ bald der gesellschaftliche „Place to be“ werden. Vor fünf Monaten haben Sibylle Senff und Sabine Kirstein ihren Salon in einer 1912 erbauten Grunewald-Villa eröffnet. Durch den Empfangsraum, Lesesaal, Esssalon und Wintergarten zieht sich ein sattes Bordeauxrot – seien es die Loomchairs, Rosen, Kerzen oder Accessoires. „Wir wollen die klassische Salon-Kultur wiederbeleben“, sagt Sibylle Senff, die am Sonntag 50 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur zu einem literarischen Frühstücksbüfett der besonderen Art eingeladen hat: Es ist der Kunstsammler und jüngste Berliner Ehrenbürger Heinz Berggruen, der den Besuchern aus seinem Buch „Kleine Abschiede“ etwas „vorflüstern“ will, wie er charmant seine Lesung beginnt.

Berggruen wollte eigentlich Journalist werden, volontierte und schrieb in der „Frankfurter Zeitung“. Ende 1936 verließ er Berlin, war in Kopenhagen, dann in New York, Kalifornien. Aus dieser Zeit stammen viele Texte: über die dänische Toleranz und über den Beginn eines neuen Lebens in Amerika. Heinz Berggruen kommt 1945 nach Europa zurück. Nach Kriegsende gibt er in München die Zeitschrift „Heute“ heraus, bis er 1947 nach Paris geht. 1996 kehrte der heute 90-Jährige nach Berlin zurück. Und als es bei seiner Lesung ums „Beiwerk der Stadt“, den Grunewald, geht, dann ist es Heinz Berggruen, der wie kein anderer in das stilvolle Ambiente des Salons „Berlin-Geflüster“ passt. sib

Salon Berlin-Geflüster, Koenigsallee 72, Grunewald, Telefon 891 26 76

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