Berlin : Ein Spiel mit dem Licht

Die Fotografen Leo Seidel und Wolfgang Reiher haben das Olympiastadion in Szene gesetzt

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Er ist ein Meister des Lichts. Das hat der Berliner Fotograf Leo Seidel kürzlich mit seinem Berlin-Buch „Die Farben der Nacht“ gezeigt, in dem er die Gebäude der Stadt wie illuminierte Skulpturen präsentierte. Das Buch hat den Betreibern des Olympiastadions gut gefallen. Also ließen sie den 28-jährigen Architekturfotografen und seinen Kollegen Wolfgang Reiher (36) für vier Nächte und ein paar Tage ins Olympiastadion, damit sie das frisch renovierte Gebäude, in dem im kommenden Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden wird, angemessen würdigen.

Die Ergebnisse zeigen das Gespür der Fotografen für architektonische Formen, die durch außergewöhnliches Licht ihre besondere Wirkung entfalten. Seidel, der auf der Lette-Schule ausgebildet wurde, fand es besonders reizvoll, wie in dem 1936 fertiggestellten Bau die antikisierende Architektur des Nationalsozialismus mit dem neuen Dach kontrastiert, das 2004 nach Entwürfen von Gerkan, Marg und Partner aufgesetzt wurde.

Während Seidel auf Gesamtansichten spezialisiert ist und gern mit dem Weitwinkelobjektiv arbeitet, setzt Reiher auf Nahaufnahmen. Gemeinsam ist ihnen eine Darstellung des Stadions gelungen, die auch Kenner des Gebäudes überrascht. So leuchten die Lesegeräte, die die Eintrittskarten prüfen, in einem psychedelischen Rot. Und das neue Stadiondach wirkt wie das Ufo aus einem Hollywoodfilm. lvt

Weiteres im Internet:

www.leoseidel.de sowie

www.fotos-olympiastadion.de

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