Berlin : Ein total verrückter Tenor

Luciano Pavarotti singt am Sonnabend in der Deutschen Oper Berlin

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Der Startenor Luciano Pavarotti will sich spätestens im Jahr 2006 von der Bühne verabschieden. „Dann habe ich 50 Jahre auf der Bühne gestanden“, sagte er. „Das ist total verrückt!“ Am kommenden Sonnabend um 19 Uhr wird der 67Jährige jedoch noch einmal in der Deutschen Oper die Rolle des Mario Cavaradossi in „Tosca“ singen. Dieser Auftritt ist sein einziges Operngastspiel in diesem Jahr in Deutschland. Die Vorstellung mit Kartenpreisen von 40 bis 260 Euro war bereits am Erstverkaufstag im Februar innerhalb von anderthalb Stunden ausverkauft.

„Meine Beziehung zu Berlin war immer wunderbar“, erklärte Pavarotti bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in der Deutschen Oper. Das Publikum sei immer fantastisch und sehr euphorisch gewesen. In Berlin ist der Startenor auch noch aus einem anderen Grund gerne: Hier ist es nicht so heiß wie in Italien, erklärte Pavarotti sichtlich zufrieden, während er auf den Eiswürfeln aus seinem Wasserglas herumkaute.

Von der Hauptstadt wird Pavarotti bei diesem Aufenthalt wohl dennoch kaum etwas sehen. Seine Proben und Vorbereitungen nehmen die meiste Zeit in Anspruch. „Eines Tages komme ich als Tourist in diese Stadt und sehe mir alles an“, versicherte er. Eine Einschränkung folgte allerdings sofort: Viel Zeit werde er nie haben, „denn zu Hause wartet eine Lady auf mich.“ Damit meinte er nicht etwa seine Ehefrau Nicoletta, sondern seine fünf Monate alte Tochter Alice. ana

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