• Ein weiteres Teilstück des seit Jahren versprochenen Nordringes wird am 19. Dezember eröffnet

Berlin : Ein weiteres Teilstück des seit Jahren versprochenen Nordringes wird am 19. Dezember eröffnet

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Erst sah es so aus, als wollte sich der S-Bahn-Ring im Norden der Stadt gar nicht schließen - und nun kann es nicht schnell genug gehen. Der Eröffnungstermin für die Wiederinbetriebnahme des drei Kilometer langen Abschnitts von Jungfernheide zum Westhafen ist jetzt auf den 19. Dezember festgelegt worden, einen Tag eher als bisher geplant war. Am Sonntag kann besser gefeiert werden. Die jahrelange Verspätung lässt sich damit aber nicht mehr aufholen. Gleich nach dem Einriss der Mauer hatten Optimisten in der Senatsverkehrsverwaltung noch verkündet, dass der Ring 1995 geschlossen sein werde. Jetzt soll es Ende 2001 so weit sein. Der Verkehr auf dem Ring im Westteil der Stadt war 1980 von der DDR-Reichsbahn stillgelegt worden, die damals die Betriebsrechte für West-Berlin hatte.

Mit Aufnahme der Fahrten zum Westhafen am 19. Dezember gibt es auf dem unvollendeten Ring zwei Stationen mehr - Beusselstraße und Westhafen. Damit hat der Teilring 24 Stationen mit 17 Umsteigemöglichkeiten zu anderen S- und U-Bahn-Linien. Am Westhafen können Fahrgäste in die Züge der U-Bahn-Linie U 9 umsteigen. Dann fehlt nur noch die Lücke zwischen Westhafen und Schönhauser Allee mit den Umsteigebahnhöfen Wedding und Gesundbrunnen.

Betrieblich verlängert die S-Bahn GmbH die Züge der Linie S 4 einfach von Jungfernheide nach Westend, die wie bisher alle zehn Minuten Richtung Bernau fahren. Zusätzliche Züge für die längere Strecke sind nicht erforderlich; allerdings müssen die Pausen der Fahrer geändert werden. Weil aus Kostengründen am Bahnhof Westhafen keine Kehranlage für die Züge gebaut worden ist, wie es sich die S-Bahn gewünscht hätte, fahren die Züge von der Beusselstraße aus jeweils auf dem gleichen Gleis hin und zurück.

Der Wiederaufbau des drei Kilometer langen Abschnitts hat 61,5 Millionen Mark gekostet. Neu gebaut wurden dabei die Brücken über die Lise-Meitner-Straße und den Charlottenburger Verbindungskanal. Verzögert hatten sich die Arbeiten wegen eines Hickhacks beim Wiederaufbau der parallelen Fernbahngleise.

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