Berlin : Einblicke aus 32 Metern Höhe auf die Flughafen-Baustelle

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Der Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI), der bis 2011 in Schönefeld entsteht, bekommt ein Wahrzeichen: einen futuristischen Infotower. Ab Mitte 2007 sollen Besucher aus 32 Metern Höhe den Fortschritt der Arbeiten auf der mit knapp 14 Quadratkilometern größten Baustelle Ostdeutschlands verfolgen können. Am Donnerstag wurde der Entwurf für den Turm vorgestellt. Sechs junge Architekturbüros aus der Hauptstadtregion beteiligten sich an einem Gutachterverfahren. Den Zuschlag erhielt das Berliner Büro von Karin und Ramsi Kusus.

Ihr Entwurf sieht einen dreieckigen, in sich gedrehten Turm vor, „der sich wie ein Propeller in die Luft schraubt“, sagte die Architektin. Verkleidet werden soll der Turm von einer transparenten Membranhülle, die mit farbigen Fluorkunststoffen bedruckt wird. Sie erlaubt Ein- und Ausblicke sowie spektakuläre Illuminationen. Im Inneren schraubt sich eine Wendeltreppe um den Fahrstuhlschacht nach oben zu einer geschlossenen Plattform, über die sich eine offene Dachterrasse anschließt.

Die große Baustelle ließe sich nur aus der Vogelperspektive überblicken, sagte Flughafen-Geschäftsführer Thomas Weyer. Der Bau soll rund 1,5 Millionen Euro kosten und auch nach BBI-Fertigstellung bestehen bleiben. Am Fuß des Turmes entsteht ein Flachbau mit Café und Souvenirshop. Während der Bauphase wird der Infotower nur per Bus von der Airportworld aus erreichbar sein. In dem Besucherzentrum gegenüber vom Bahnhof Schönefeld wird ab sofort eine Dauerausstellung über das BBI-Projekt gezeigt. Weyer hofft, dass Mitte 2007 der ergänzende Bescheid für den BBI vorliegen wird, der die Änderungen hinsichtlich des Nachtflugverbotes enthält. Da auch hier mit Klagen gerechnet wird, geht er von einer 100-prozentigen Planfeststellung frühestens Ende 2007 aus. du-

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