Berlin : Eindruck hinterlassen

Liza Minnelli verewigt sich im Februar auf dem „Berliner Pflaster“ am Friedrichstadtpalast

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„Berliner Pflaster“ heißt seit 2003 am Friedrichstadtpalast die Berliner Ausgabe des legendären Walk of Fame made in Hollywood. Heinz Quermann, Ute Lemper, Caterina Valente, Paul Kuhn, Max Greger, Hugo Strasser, Helga Hahnemann und Louis Armstrong gehören unter anderen zu den elf Bekanntheiten, deren Handabdruck oder Namenszug dort bereits für die Berliner Nachwelt verewigt wurde.

Jetzt soll erstmals ein echter Hollywood-Star geehrt werden – Liza Minnelli. Daheim durfte sie sich schon lange auf dem Walk of Fame verewigen – auf dem „Berliner Pflaster“ soll sie am 18. Februar ihren bleibenden Eindruck hinterlassen. Der 59-jährige Star ist auf Europa-Tournee und gibt am 19. Februar dem Friedrichstadtpalast die Ehre eines Konzerts. Neben eigens für sie arrangierten Songs wird sie vor allem Lieder aus Filmen singen, die nicht zuletzt durch sie Legende geworden sind. Allen voran sind das ihre Songs aus „Cabaret“ – dem Musical, dessen Verfilmung 1972 ihr als „Sally Bowles“ einen Oscar einbrachte und lebenslangen Ruhm.

Auch einer ihrer inzwischen zahlreichen Berlinaufenthalte war mit „Cabaret“ verbunden – Anfang der Siebziger drehte Bob Fosse mit der Minnelli einige Szenen seines Films im verfallenen „Esplanade“ am Potsdamer Platz. Wie der heute aussieht, nahm die Minnelli erst 2004 in Augenschein. Da gehörte die Oscar-Preisträgerin neben Sir Peter Ustinov und Christoper Lee zu den Stars, die die Rolle der Gastgeber der Benefizgala „Cinema for Peace“ übernommen hatten – dem gesellschaftlichen Höhepunkt der Berlinale. Dass Liza Minnelli im Februar 2004 auch der Paris Bar ihre Aufwartung machte, bekam dessen Wirt damals übrigens erst im Nachhinein mit. Unter den vier unprätentiöseren Gästen, die er für amerikanische Touristen hielt, hatte er den Star aus „Cabaret“ nicht erkannt.

Im Bristol Kempinski am Kurfürstendamm dagegen – bis zur Eröffnung des Adlon nach der Wende die Nummer eins als Herberge der Stars, Reichen und Schönen – erinnerte man sich noch nach Jahren an den Welt-Star. Der beanspruchte seinerzeit für seine drei Lieblinge sogar Extra-Personal – jemanden, der mit den drei Pudeln der Minnelli Gassi ging.

Diesmal könnte die Paris Bar übrigens zugunsten der Bar jeder Vernunft mit dem Star das Nachsehen haben. Munkelt es doch heftig, dass sich Liza Minnelli die Berliner Auflage von „Cabaret“ ansehen will, vor allem „ihre“ Sally Bowles, die hier Katharine Mehrling heißt. hema

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