Berlin : Eine Chronik der Eröffnungstermine

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Unmittelbar nach der Wende plante die Flughafengesellschaft, den vorhandenen Flughafen Schönefeld zu erweitern. Die Firma Aeroports de Paris erstellte dafür 1992 einen Ausbauplan in zwei Stufen, und die Flughafengesellschaft ließ für umgerechnet 267 Millionen Euro Grundstücke kaufen.

Geplanter Eröffnungstermin: 2000

Bereits Ende 1992 gab Brandenburg diesen Plan auf. Nun sollte nur noch für den mittelfristigen Bedarf ein neues Abfertigungsgebäude westlich der bestehenden Anlage gebaut werden. Die Zukunft sah man im Bau eines neuen Großflughafens. Die gekauften Grundstücke waren nun überflüssig.

Geplanter Baubeginn: 1994

DIE STANDORTSUCHE

Seit 1991 wurde nach einem Standort im Radius von 60 Kilometern um das Zentrum Berlins gesucht. Entstehen sollte ein Drehkreuz mit sechs Start- und Landebahnen. Im Ende 1994 vorgelegten Raumordnungsverfahren wurden Sperenberg und Jüterbog-Ost als geeignet eingestuft, Schönefeld dagegen als ungeeignet, weil dort die Beeinträchtigung der Menschen am größten sei.

Geplanter Eröffnungstermin: 2000

DER KONSENSBESCHLUSS

Nach langen Diskussionen einigten sich der Bund, Berlin und Brandenburg 1996 auf Schönefeld. Entstehen sollte nur noch ein Flughafen mit zwei Bahnen.

Geplanter Eröffnungstermin: 2004

DIE PLANUNG

Am 17. Dezember 1999 reichte die Flughafengesellschaft den Planfeststellungsantrag ein. Gegen die Pläne wurden 133684 Einwendungen von mehr als 60 000 Betroffenen mit rund 4000 Einzelargumenten vorgebracht.

Geplanter Eröffnungstermin: 2007

DIE KLAGEN

Am 13. August 2004 erging der Planfeststellungsbeschluss mit erheblichen Auflagen vor allem beim Lärmschutz. Aus 3600 Einzelklagen vor dem Bundesverwaltungsgericht , die zu zwei Sammelklagen zusammengefasst wurden, werden rund 50 Musterverfahren geführt. Die übrigen Verfahren ruhen in dieser Zeit.

Geplanter Eröffnungstermin: 2010 kt

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