Berlin : Eine Feder für die Freiheit

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Sein Strich ist unverkennbar, sein zeichnerischer Stil ebenso prägnant wie seine Kritik an jeder Form des Totalitarismus. Fritz Behrendt gilt als einer der bedeutendsten politischen Zeitungskarikaturisten der Welt. Jahrzehntelang hat der gebürtige Berliner, der sowohl während des Nationalsozialismus als auch in der DDR politisch verfolgt wurde und seit 1950 in Amsterdam lebt, mit seinen scharfsinnigen Betrachtungen der Weltlage die politische Meinungsbildung mitgeprägt. Seine Karikaturen erschienen unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der New York Times und rund 35 Jahre lang auch im Tagesspiegel.

Ab heute zeigt das Stadtmuseum Berlin in der Nikolaikirche eine große Retrospektive der Arbeiten von Fritz Behrendt, die immer engagiert und oft polarisierend waren. Mehr als 100 Zeichnungen geben einen Überblick über die Themen, die dem 76-Jährigen besonders am Herzen liegen und lagen: Krieg und Nachkriegszeit, der Sozialismus in DDR und Sowjetunion, das geteilte Europas vom Mauerbau bis zur Perestroika Gorbatschows, der Zusammenbruch der DDR, die Wiedervereinigung Deutschlands, der Krieg auf dem Balkan. lvt

Eine Feder für die Freiheit - Karikaturen von Fritz Behrendt. Museum Nikolaikirche, Nikolaikirchplatz, Berlin-Mitte, geöffnet bis 23. Juni dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr, eintritt 1,50 Euro (mittwochs frei), umfangreicher Katalog 19,90 Euro

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