Berlin : Eine Feier für die Demokratie Politikfestival in Paretz am 3. und 4. Oktober

Es gibt einen politischen Poetry Slam und Live-Musik von Rap bis Klassik. Es gibt hochkarätige Gesprächsrunden mit Politikern und engagierten Bürgern. Und es gibt Dutzende Workshops, in denen Menschen sich darüber austauschen können, wie sie sich engagieren und politische Anliegen professioneller umsetzen können. Das große „Politikfestival“, das an diesem Donnerstag und Freitag zum ersten Mal in Paretz westlich von Berlin gefeiert wird, lockt mit einem umfangreichen Programm, das Lust auf Politik machen soll.

Die Idee kam Initiator Johannes Bohnen vor drei Jahren bei einem Gotland-Aufenthalt. In Schweden gibt es seit mehr als 40 Jahren regelmäßig eine „politische Woche“, erzählt Bohnen, der eine Beratung für politische Kommunikation in Berlin leitet. Initiiert vom einstigen schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme tauschen sich dort jedes Jahr tausende Menschen über aktuelle Themen aus und suchen nach Lösungen. Auch in Dänemark, Finnland und Norwegen gebe es ähnliche Festivals. Wieso also nicht in Brandenburg, unweit der deutschen Hauptstadt?

Johannes Bohnen gründete vor drei Jahren mit etwa 30 Mitstreitern den Verein Respublica, der als gemeinnützig eingetragen ist. Und er tat sich mit starken Partnern zusammen – von zahlreichen politisch, sozial und kulturell aktiven Stiftungen wie der Helga-Breuninger-Stiftung bis hin zur Bundeszentrale für politische Bildung und allen fünf im Bundestag vertretenen Parteien reicht die Unterstützerliste des Politikfestivals. „Die Idee ist, hart zu arbeiten und lösungsorientiert zu diskutieren, aber auch die Demokratie zu feiern“, sagt Bohnen. Der 3. Oktober sei bewusst gewählt worden, um den Tag der deutschen Einheit inhaltlich aufzuladen und zu einem „Feier- und Innovationstag der Demokratie zu machen“. lvt

Informationen über Programm und Anfahrt: politikfestival.de/festival

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