Berlin : Eine Frau als nächster Polizeipräsident?

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Unter den fünf Bewerbern für den Posten des Polizeipräsidenten ist auch eine Frau. Die 49-jährige Marion George ist Juristin und kennt die Polizeibehörde aus eigenem Erleben: Mehrere Jahre arbeitete sie als Oberregierungsrätin im Stab des Polizeipräsidenten. Bis zu ihrem Ausscheiden Anfang der 90er Jahre war sie in der zentralen Beschwerdestelle tätig. Sie traue sich die Aufgabe als Polizeipräsidentin durchaus zu, sagte sie dem Tagesspiegel.

Marion George trat 1985 in den Dienst der Polizei. Zuvor hatte sie bei der Staatsanwaltschaft gearbeitet. Anfang der 90er Jahre kündigte sie bei der Polizei und begann als Leitende Regierungsrätin bei der Schulbehörde. Als Referatsleiterin war sie dort für Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten zuständig, hat sich aber vor etwa eineinhalb Jahren beurlauben lassen und kümmert sich seither um ihre Familie. Sie ist mit einem Rechtsanwalt und Notar verheiratet.

Frühere Kollegen von der Polizei beschreiben die Kandidatin als intelligent, temperamentvoll und spontan. Sie kenne aufgrund ihrer Tätigkeit bei der Beschwerdestelle die Behörde bis ins Detail. Kollegen aus der Schulverwaltung ergänzen die Beschreibung. Dort hinterließ sie den Eindruck von Bodenständigkeit. Sie sei konfliktfähig, resolut und habe kein Blatt vor den Mund genommen, hieß es.

Morgen werden die ersten der insgesamt fünf Bewerber, die in die engere Wahl gekommen sind, von Innensenator Ehrhart Körting (SPD) zu Vorstellungsgesprächen empfangen. Die Bewerberin, die am Sonnabend ihren 50. Geburtstag außerhalb von Berlin feiert, hat ihr Treffen mit Körting am 26. Februar.

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