• Eine Großveranstaltung nach der anderen: Die Straße des 17. Juni ist wieder autofrei

Eine Großveranstaltung nach der anderen : Die Straße des 17. Juni ist wieder autofrei

Erst Umweltfestival, dann Fanmeile, später CSD-Parade, Fashion Week, B-Parade – Autofahrer können die Strecke im Stadtplan streichen.

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Fußgängerzone. Auf der Straße des 17. Juni haben Autos in den kommenden Wochen nichts zu suchen. Wieder einmal wird sie zur Partymeile.
Fußgängerzone. Auf der Straße des 17. Juni haben Autos in den kommenden Wochen nichts zu suchen. Wieder einmal wird sie zur...Foto: SNAPS GmbH

Wer besonderes Vergnügen daran findet, auf der Straße des 17. Juni mit seinem Wagen hin- und herzurollen, sollte es an diesem Sonnabend noch einmal genießen, denn in den kommenden Wochen ist er arm dran: Es geht nicht – oder allenfalls streckenweise. Berlins wichtigste Ost-West-Achse wird wieder einmal zur Partymeile, für dieses und jenes Vergnügen, wobei das des gemeinsamen Fußballguckens besonders hervorsticht.

Das geschieht erst ab kommendem Wochenende Freitag mit dem EM-Anpfiff, aber dicht ist der Abschnitt zwischen Brandenburger Tor und Großer Stern bereits ab Sonntag, 2 Uhr. In Rio findet vom 20. bis 22. Juni der sogenannte Erdgipfel statt, auf den die Grüne Liga Berlin mit ihrem am Sonntag steigenden Umweltfestival einstimmen will. Über 200 Aussteller sind angekündigt, klar, dass man schon in der Nacht mit dem Aufbau beginnen muss, obwohl erst zwischen 11 und 19 Uhr gefeiert wird. Wer aber glaubt, er habe am Sonntag überall sonst in der Stadt freie Fahrt, irrt nachhaltig – es sei denn, er kommt mit dem Rad. Mobiles Gegenstück der Ökofeier ist traditionell die ADFC-Sternfahrt, auf der Radler aus allen Himmelsrichtungen aufs Brandenburger Tor zuströmen. Dies geschieht auf 19 Routen, der früheste Start ist bereits um 6.45 Uhr, erwartete Ankunft 14 Uhr.

Ab Freitag rollt dann der Ball, und die abgesperrte Straße wird zur Fanmeile, diesmal nur zwischen Yitzhak-Rabin-Straße und Brandenburger Tor. Deren Aufbau schließt sich unmittelbar an den Abbau des Umweltfestivals in der Nacht zu Montag an. Zum ersten Mal kommt die Meile am 9. Juni beim Spiel Deutschland gegen Portugal zum Einsatz, ebenso am 13. und 17. Juni, wenn Löws Elf gegen die Niederlande und Dänemark antritt. Weitere Public-Viewing-Termine hängen davon ab, wie erfolgreich Deutschland sich schlägt. Auch über die Übertragung der Halbfinale- und Finalespiele ist laut Veranstalter noch nicht entschieden. Gebucht und bezahlt ist der Straßenabschnitt aber für die gesamte EM-Zeit, exakt bis 4. Juli, und auch an Tagen ohne Public-Viewing-Termine werde die Vollsperrung aus Sicherheitsgründen nicht aufgehoben, sagte Harald Büttner, Leiter des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes Mitte.

Vom 7. bis 11. Juni wird die gesperrte Strecke dann sogar erweitert, bis zum Charlottenburger Tor. Wieder sind Radfahrer der Grund: Dort findet das Rahmenprogramm des Velothons statt, das am kommenden Wochenende durch diverse Radrennen den Verkehr in Berlin beeinträchtigen wird. Weiter in der Planung: Die Parade zum Christopher Street Day am 23. Juni, die in die Fanmeile einmündet und am Tor endet.

Bereits in der Nacht auf den 22. Juni beginnt der Aufbau der am 3. Juli startenden Fashion Week, auf dem Abschnitt zwischen Großem Stern und Yitzhak-Rabin-Straße, der bis 12. Juli blockiert ist. Zwischen 20. und 22. Juli ist die Straße erneut dicht, für die auf ganzer Länge geplante B-Parade. Momentan befinde man sich in der Genehmigungsphase, sagt Amtsleiter Büttner. Danach tauchen am Horizont schon weitere Veranstaltungen auf: Berlin-Marathon, Einheitsfest, Silvester.

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