Berlin : Eine Idee reist um die Welt

-

STADTMENSCHEN

Die Farben erinnern an einen Waldspaziergang: Schöne Porzellanskulpturen der preisgekrönten Künstlerin Karin Müller geben dem Empfangsbereich des Schlosses Bellevue eine moderne, aber trotzdem warme Note. Bei ihrem jährlichen Empfang für die Ehepartner der in Deutschland akkreditierten Diplomaten stellte Christina Rau sie erstmals vor. Den kreativen Weg der Künstlerin verfolgt sie seit langem mit großem Interesse. Bei dem zerbrechlichen Kunstwerk mit dem Titel „Sieben Tage“ allerdings fehlt ausgerechnet der Sonntag; er fiel im bayerischen Wohnort der Künstlerin einem Gerangel mit einem Hund zum Opfer. Dass es den Tag der Ruhe und des Friedens traf, sei für sie ein Zeichen, „dass wir alle aufgerufen sind, noch mehr nach Frieden und einer perfekteren Welt zu streben“, sagte die Frau des Bundespräsidenten. Unnachahmlich, wie sie die teils festlich gekleideten Frauen auflockerte, indem sie immer mal nach einem englischen Wort fragte, das ihr gerade nicht einfiel, was zwischenzeitlich zu einem fröhlichen SynonymeSpiel führte.

Für Alia Aldhabbi , die Frau des jemenitischen Botschafters, lag schon ein Hauch Abschied in der Luft. Anfang September enden für sie insgesamt sechs Jahre in Deutschland, die sie in Berlin und Bonn verbrachte. In ihrer Heimat will sie nun einen Club wie „Willkommen in Berlin“ gründen, der sich um die Angehörigen von Diplomaten kümmert, Kontakte vermittelt, Ausflüge und Interessengruppen organisiert. Gestern war der Welcome-Club durch seine Vizepräsidentin Barbara Schmidt vertreten, die die neuen Mitglieder miteinander bekannt machte. Für die Frau des ungarischen Botschafters, Ju dit Peisch , war dies ein glänzender Auftakt ihrer Berlin-Zeit. Es war ihr allererster Tag. Nun hofft die Gymnasiallehrerin, hier eine Unterrichtsmöglichkeit zu finden. Stipendiaten des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now führten Werke für ein Trio aus Cello, Akkordeon und Klarinette auf. Ungewöhnlich, zum Lächeln reizend, wie die Skulpturen geeignet, ein sehr modernes Deutschland-Bild zu vermitteln. Anschließend wurde es wieder traditionell: Geduldig posierte die Gastgeberin für zahllose Erinnerungsfotos. Bi

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben