Eine Jugend in Berlin : Als Götz George Schüler in Lichterfelde war

Götz George ist in den 1950ern Lichterfelde zur Schule gegangen - offenbar keine leichte Zeit. Jedenfalls hat er sie später nie wieder aufgesucht.

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Berliner Junge. In der Biografie wird auch die Schulzeit in Lichterfelde kurz gestreift.
Berliner Junge. In der Biografie wird auch die Schulzeit in Lichterfelde kurz gestreift.Foto: dpa

In den fünfziger Jahren besuchte Götz George sechs Jahre lang die Berthold-Otto-Schule in Lichterfelde. Es dürfte eine schwierige Schulzeit für ihn gewesen sein, meint der Schulleiter Thomas Gohlke heute. Der Vater Heinrich George war 1946 in einem sowjetischen Lager in Sachsenhausen, auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, gestorben. „Die Schule hat sich dann wohl gekümmert, dass er irgendwie einen Abschluss bekommt“, erzählt Gohlke. Das habe ihm sein Vorgänger berichtet, der zu dieser Zeit Schulleiter war.

Ein Gedenken an „Schimanski“ wird es an der Schule nicht geben. „Das ist alles zu lange her“, sagt Gohlke. George hätte auch keinen Kontakt zur Schule gepflegt oder sie später besucht.

Götz George - eine Bildergalerie
Buhrufe handelte sich George im Oktober 1998 ein, als er bei "Wetten, dass..?" zu Gast war. Er sollte Werbung für den Film "Solo für Klarinette" machen. George sagte, der Film würde nicht in eine Unterhaltungssendung passen. Er wurde vom Publikum lautstark ausgebuht.Weitere Bilder anzeigen
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27.06.2016 06:25Buhrufe handelte sich George im Oktober 1998 ein, als er bei "Wetten, dass..?" zu Gast war. Er sollte Werbung für den Film "Solo...

Die Biografie „Götz George – mit dem Leben gespielt“, die zu Georges 70. Geburtstag erschien, beschreibt den schwerer Einstand in der Schule. „Götz hat so sehr viel in der Schule gefehlt und deshalb sehr viel Schwierigkeiten bei der Erarbeitung des Schulstoffes. Er hat jetzt im Theater eine große Rolle in ,Mein Herz ist im Hochland' zu spielen und ist dadurch sehr angestrengt gewesen“, schreibt sein Klassenlehrer Edzard Paulsen in einer Beurteilung vom November 1950, die im Buch zitiert wird. Paulsen selbst sei vom Erfolg seines ehemaligen Schützlings überrascht gewesen. „Ich hatte ihm diese enorme Leistung überhaupt nicht zugetraut“, erzählt er Torsten Körner, dem Autor der Biografie.

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