Berlin : Eine knappe Million für die Mauerbilder Lottostiftung unterstützt 38 Einrichtungen

Ein Kuss kann manchmal viel bewirken, aber dass der berühmt-berüchtigte Bruderkuss von Breschnjew und Honecker einmal einen Geldregen von 985 000 Euro auslösen würde, hätte sich kurz nach der Wende niemand träumen lassen. Doch auch die anderen Bilder der East Side Gallery an der Mühlenstraße in Friedrichshain haben daran natürlich ihren Anteil. Aus dem Augenblick heraus entstanden, soll die bröckelnde Freiluftgalerie jetzt saniert werden, mithilfe der Stiftung Deutsche Klassenlotterie, die den genannten Betrag zu diesem Zweck jetzt S.T.E.R.N., der Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung, zugesprochen hat. Vor der Auszahlung muss die Gesellschaft allerdings noch Bauplanungsunterlagen erstellen und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur Genehmigung vorlegen. Zunächst soll der Mauerbeton repariert werden, wodurch allerdings die Gemälde beschädigt werden. Sie sollen hinterher von den Künstlern möglichst werkgetreu rekonstruiert werden.

Insgesamt vergibt die Lottostiftung bei ihrer zweiten Ausschüttung 2008 über 19 Millionen Euro an 38 Einrichtungen in Berlin. Darunter ist auch der Verein zur Förderung der Musik in Berlin und Brandenburg, der den jährlichen Bundeswettbewerb Gesang veranstaltet, mit jeweils 200 Nachwuchskünstlern. Frühere Preisträger waren Thomas Quasthoff und Max Raabe. An den Verein gehen 276 000 Euro. Das Kulturnetzwerk Neukölln erhält 50 000 Euro für das Festival „48 Stunden Neukölln“, knapp 600 000 Euro gehen an den Verein Thikwá, der die Zusammenarbeit behinderter und nicht behinderter Schauspieler fördert. Auch der Fußball wurde nicht vergessen: Der Verein Play!Ya erhält 20 000 Euro für das Straßenfußballfest am 29. Juni auf der Straße des 17. Juni. ac

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