Berlin : Eine Milliarde Euro für die Berliner AOK

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Der Berliner AOK-Chef Rolf-Dieter Müller freut sich. Das Gutachten der Unternehmensberatungsfirma McKinsey bescheinigt ihm einen erfolgreichen Sanierungskurs. „Das Ergebnis zeigt, dass wir alles getan haben, um zu sparen und dass derzeit keine weitereren Potenziale zu heben sind“, sagt Müller. Die McKinsey-Prüfer nahmen im Mai die Ausgaben der AOK unter die Lupe. Die Prüfung war Voraussetzung dafür, dass die Berliner AOK weiterhin Unterstützung von den anderen Ortskrankenkassen erhält. Das Gutachten macht es dem AOK-Chef leichter, um Geld zu bitten, ohne das seine Kasse nicht überlebensfähig wäre. Danach spare die AOK jährlich rund 200 Millionen Euro bei den Ausgaben ein. Außerdem attestiert McKinsey der Berliner AOK eine normale Mitgliederstruktur. 80 Prozent der 630 000 Mitglieder seien Nettozahler, das heißt, sie zahlen mehr ein, als sie kosten. Das ist üblich.

Die AOK-Berlin habe jetzt die feste Zusage für jährliche Beihilfen bis 2007, sagt Müller. Insgesamt fließen rund eine Milliarde Euro, allein 2003 sind es 220 Millionen. Außerdem erwartet die Kasse durch die Neuordnung des Risikostrukturausgleichs in diesem Jahr Mehreinnahmen von rund 60 Millionen Euro. I.B.

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