Berlin : Eine Million sollen die große Party zu Pfingsten feiern

oew

Tausende tanzende und kostümierte Teilnehmer, Straßenfest und Kinderpartys - der fünfte Karneval der Kulturen steht unmittelbar bevor. Traditionell zu Pfingsten bereitet die Werkstatt der Kulturen das Festival vor, dessen Höhepunkt der große Umzug verkleideter Gruppen und geschmückter Wagen durch Kreuzberg am Pfingstsonntag ist. 4000 Aktive werden bei dem bunten Zug mitmachen, die sich in 113 Gruppen aufteilen. Los geht es am 11. Juni gegen 13 Uhr auf der Urbanstraße. Die wieder einmal geänderte Strecke führt dann durch die Graefestraße, Hasenheide und Gneisenaustraße zur Yorckstraße, wo die letzten Gruppen und Teilnehmer gegen 21 Uhr eintreffen werden. "Die Pracht wird über Stunden zu sehen sein", erklärt Anett Szabó, eine der beiden Organisatorinnen. 500 000 Zuschauer werden zu dem Umzug erwartet, knapp eine Million Besucher sollen insgesamt zu den Veranstaltungen des diesjährigen Karnevals kommen.

Dazu gehört zunächst einmal das Straßenfest am Blücherplatz, das in diesem Jahr noch ein bisschen größer ausfallen wird. Terminiert für die Tage vom 9. bis zum 12. Juni bietet das Fest viel Musik und Kulinarisches aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Vier Bühnen stehen zur Verfügung. Höhepunkt wird hier ein Maskenfest sein, das am Sonnabend, 10. Juni, ab 18 stattfindet. Eingeladen sind alle Besucher, sich zu verkleiden oder fantasievolle Masken aufzusetzen. Informationen dazu gibt es bei Berit Brockhausen, Telefon: (0177) 868 70 65.

Zum vierten Mal gibt es den Kinderkarneval der Kulturen, ebenfalls mit einem Umzug durch den Kreuzberger Kiez und einem anschließenden Fest im Görlitzer Bahnhof. Der Kinderkarneval findet wieder am Sonnabend vor Pfingsten statt. Ergänzt wird das Programm durch diverse Partys. Die ersten beginnen bereits am ersten Juniwochenende. Unter dem Motto "Groove-In mit Tohuwabohu" feiern die Brasilianer in Berlin drei Tage im Tempodrom am Ostbahnhof. Am Pfingstwochenende selbst stehen Partys der Soundsysteme ebenso wie die der türkisch-orientalischen und der afrikanischen Community auf dem Programm.

Bei allen Veranstaltungen klaffen noch Finanzierungslücken. Weil der Karneval der Kulturen darauf verzichtet, ähnlich wie die Love Parade das Privileg einer politischen Demonstration in Anspruch zu nehmen, tragen die Veranstalter alle Kosten selber - inklusive der teuren Reinigung sämtlicher Straßen und Grünanlagen.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben