Berlin : Eine Nummer kleiner

-

Im Streit um den Neubau des Klinikums Hellersdorf haben die Krankenkassen jetzt einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Statt des von Vivantes geplanten 46,5 Millionen Euro teuren Ersatzbaus für die bisherigen maroden Standorte wollen die Kassen nur ein neues Gebäude für die Psychiatrie genehmigen. Die Abteilungen für Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe sollen an das benachbarte Unfallkrankenhaus Marzahn (UKB) wandern. „Dort wäre nur ein neuer Kreissaal nötig“, sagt KarlHeinz Resch, Chef der Berliner Ersatzkassen. Für die neue Psychiatrieklinik rechnen Insider mit Kosten von 80 000 Euro pro Bett. Für die 170 Hellersdorfer Betten wären das rund 14 Millionen Euro. Vivantes lehnt den Vorschlag als „nicht akzeptabel“ ab. „Damit verabschieden sich die Kassen von dem Grundsatz, dass die Psychiatrie an somatische Abteilungen für körperliche Gebrechen angebunden sein soll“, sagt Konzern-Sprecherin Fina Geschonnek. Außerdem sei die Behandlung im Hellersdorfer Neubau, in dem nur die Basisversorgung angeboten werde, billiger, als im UKB, das auch teure Spezialabteilungen mitfinanzieren müsse.I.B.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben